SCHOCK: Pflege ist jetzt auch rechtsextrem
Man reibt sich die Augen. Was lange undenkbar schien, ist bittere Realität geworden: Die Pflege – dieses heilige Feld der Fürsorge, der Menschlichkeit, der sozialstaatlichen (Nicht-)Verantwortung – ist jetzt auch rechtsextrem.
Die Beweise liegen offen auf dem Tisch. Auf dem Magdeburger Domplatz standen sie am 6.11.2026, die Pflegeverbände und zahlreiche Mitarbeiter aus dem Pflegebereich, und jubelten Ulrich Siegmund zu. Dem AfD-Mann. Dem „Ministerpräsidenten in spe“. Die Demonstranten klatschten, als er kurz in seinem Video-Clip zu den Demonstranten schwenkte. Ein Clip, der allein auf Facebook stand jetzt über 470.000 Aufrufe verzeichnete. Pflegekräfte und Angehörige, die um ihre Arbeitsplätze und die Verhinderungspflege fürchten, setzen auf die vom weisungsgebundenem Verfassungsschutz als rechtsextrem Erklärten, um die grandiosen Gesetzesänderungen der von vielen geliebten Führer in Berlin aus CDU und SPD (also die Christlichen und die Sozialen), um die heldenhaften Einsparungen im Pflegebereich irgendwie noch zu verhindern. Das reicht. Fall eröffnet.
Die schreckliche Wahrheit: Wer die Pflege verteidigt, ist plötzlich rechts
Thomas Schmirander (AfD) postet stolz, er sei mit Ulrich Siegmund (AfD) und Gordon Köhler (AfD) bei der Demo gewesen. Man stehe an der Seite der Pflegekräfte, die wegen des geplanten Pflegeneuordnungsgesetzes um ihre Jobs bangen. Die Verhinderungspflege soll ab 2027 in der bisherigen Form wegfallen. Angehörige sollen ihre dringend benötigten Auszeiten verlieren. Und ausgerechnet die Rechten stellen sich hin und sagen: Versorgung sichern, Angehörige entlasten, Arbeitsplätze erhalten. Unerträglich. Wer solche Forderungen stellt, offenbart sein wahres Gesicht. Pflege ist fortan ganz klar rechtsextrem kontaminiert.Was die aufrechten Linken, also die Nicht-Rechten, also die Unrechten jetzt tun müssen
Für alle, die noch auf dem richtigen, dem progressiven, dem regierungstreuen Pfad wandeln, heißt es nun noch stärker zu sein als bisher. Man muss jetzt sorgfältig auswählen. Pflegeheime, in denen die Sparmaßnahmen konsequent umgesetzt und die Personalreduzierung vorbildlich eingehalten werden, sind die einzig akzeptablen Adressen. Nur dort herrscht noch der Geist der notwendigen Realpolitik. Es muss darauf geachtet werden, dass das Pflegepersonal einen Migrationshintergrund hat. Und vor allem: Die Dementen dürfen keinesfalls durch Nutzung dieser deutschen Tätersprache an die schreckliche Vergangenheit erinnert werden. Wörter wie „Heimat“, „Versorgungssicherheit“ oder gar „deutsche Pflegekräfte“ sind in anständigen Häusern tabu.Der einfache Test auf Regierungskonformität
Ob eine Pflegeeinrichtung oder ein Pflegedienst noch regierungskonform und noch nicht der Rechtsextremisierung anheimgefallen ist, lässt sich unauffällig prüfen. Einfach unterschwellig fragen: „Wann kommt das Impf-Team?“ Die Reaktion verrät alles. Ein Heim, in dem den Bewohnern nicht die Maske umgeschnallt wird und das Personal keine Maske trägt, ist grundsätzlich zu meiden. Dort weht bereits der braune Wind der Regierungsfeindlichkeit. Solche Einrichtungen haben den Anschluss an die antifaschistische und moralische Avantgarde verloren.Unsere geliebten Führer wissen es selbstverständlich besser – immer und ausnahmslos
Die von vielen geliebten Führer wissen schließlich immer und ausnahmslos am besten, was für das Volk richtig, wichtig und zweifelsfrei notwendig ist. Einsparungen bei der Pflege gehören nun einmal zwingend dazu. Während der wunderbaren Pandemie-Jahre wurden die Rentner und Pflegefälle schon genug bevorzugt. Irgendwann muss da auch mal Schluss mit dieser Verhätschelung sein. Jetzt sind Kriege, Aufrüstung und die weitere Unterstützung der Ukraine dran. Und nicht zu vergessen der Klimaschutz. Denn ohne Klimaschutz sterben uns gerade die Alten, die pflegebdürftigen vulnerablen Gruppen... ähm... weg? Egal! Das ist Konsequenz. Das ist Verantwortung. Wer da noch jammert, weil die Verhinderungspflege gestrichen wird oder weil Pflegekräfte um ihre Stellen fürchten, stellt sich gegen den historisch notwendigen Kurs, den sich die von vielen geliebten Führer ausgedacht hatten. Und wer dann auch noch auf dem Domplatz AfD-Politikern zujubelt, entlarvt sich vollends als Feind dieser unseren Demokratie.Also: Wachsam bleiben!
Die Pflege ist in vielen Bereichen gefallen. Sie ist jetzt auch rechtsextrem. Die einzigen noch erträglichen Heime sind jene, die sparen, kürzen, diversifizieren und maskieren, wie es sich gehört. Alles andere ist verdächtig. Sehr verdächtig und sollte gemieden werden.Und selbstverständlich müssen wir auch bei unseren Verwandten alle ins Gebet nehmen, die sich von solchen rechtsextremen Pflegediensten und Einrichtungen versorgen lassen. Das ist aus Gründen der Toleranz und Vielfalt nicht hinnehmbar. Sollten diese Verwandten nicht einsichtig sein, ist – wie wir es bereits während der wunderbaren Pandemiejahre geübt hatten – der Kontakt unverzüglich abzubrechen. Damit das von vornherein klar ist.
