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Sven Schulze (CDU) hat den heiligen Gral der Konjunktur gefunden - und weiß es wahrscheinlich nicht einmal selbst


Kaum zu glauben, aber wahr: Während andere noch über Rezession, Ladensterben und leere Innenstädte rätseln, hat Sachsen‑Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze den sagenumwobenen Schatz deutscher Wirtschaftspolitik entdeckt – und er nennt ihn schlicht: Weiterbetrieb! Oder, wie es in Fachkreisen heißt: den Notbetrieb als Wunderwaffe gegen wirtschaftliche Schieflage.



Was war passiert? Der Chemiekonzern Domo meldet Insolvenz an, Produktionsanlagen drohten stillzustehen und mit ihnen hunderte Arbeitsplätze im Leuna‑Werk, Premnitz und andernorts. Doch Schulze, der tapfere Wirtschaftsritter des Ostens, sagte: „Halt! Nicht mit uns!“ – und ordnete genau diesen Weiterbetrieb an, um Gefahren für Mensch und Umwelt abzuwehren.

Ganz richtig gelesen: Nicht Börsenprogramme, nicht neue Subventionen, nicht Steuererleichterungen – ein einfaches Anordnen von Produktion, und schon läuft die Industrie weiter.

Die Kosten im Fall Domo sollen lediglich um die 10 Millionen Euro betragen - also ein Schnäppchen.

Notbetrieb – die neue Superkraft

Genau das ist es, was Sachsen-Anhalt die Rettung bringt. Wenn man das auf Domo anwenden kann, warum nicht auf die Innenstädte von Weißenfels, Zeitz und Naumburg? Warum nicht für Handwerker, Dienstleister und alle sonstigen Unternehmen?

Die Aufträge schwinden, die Umsätze brechen ein? Die Insolvenz droht? Liebe Unternehmer: Greift zum Telefon und ruft euren Bürgermeister an, damit der auch für eure Firma den Weiterbetrieb anordnet. Schnell und unkompliziert.

Innenstädte die verelenden, weil sich die Läden nicht mehr rechnen? Kein Problem mit Notbetrieb! Füllt die Geschäfte wieder mit Waren, stellt wieder Personal ein. Und wenn es doch nicht läuft: Anruf beim Bürgermeister!

Das Sondervermögen – das unerschöpfliche Füllhorn

Natürlich schreien jetzt manche Finanzexperten: „Ja, aber wo kommt das Geld her?“ Leicht gesagt: Aus dem Vermögen, dem Sondervermögen, diesem sagenumwobenen Reservoir unerschöpflicher Mittel, das so magisch ist, dass es in Gesetzestexten wie ein Mythos behandelt wird.

Wenn ein Minister ein Chemie-Werk am Laufen halten kann, dann kann ein Bürgermeister jede Innenstadt zum Leben erwecken. Ein bisschen Bürokratie, ein bisschen Stempel – und schon sprudelt das Geld wie von Zauberhand.

Die Euphorie des Notbetriebs

Stellt euch das vor: Städte wieder voller Leben, Handwerker und Händler ohne Existenzangst, Cafés mit Schlange vor der Tür, Menschen flanieren wieder durch belebte Straßen – und alles nur, weil Sven Schulze den Notbetrieb erfunden hat.

Deutschland 2026: Keine leeren Innenstädte mehr. Kein Ladensterben. Kein verzweifelter Selbstständiger mehr, der die Tür hinter sich schließt, weil die Rechnung nicht mehr aufgeht. Nur pure wirtschaftliche Euphorie – orchestriert von einem Mann, der wahrscheinlich noch denkt, er habe einfach nur „Domo gerettet“.

Der Notbetrieb – jetzt auch föderal gedacht

Und jetzt kommt das eigentlich Geniale an Schulzes Entdeckung: Sie funktioniert auf allen Ebenen.

Geht eine Stadt wegen dem Notbetrieb pleite? Kein Problem. Einfach bei der Landesregierung anrufen. „Hallo, hier ist Weißenfels. Wir sind wirtschaftlich tot.“ – „Kein Thema, wir ordnen den Notbetrieb an.“

Geht Sachsen-Anhalt pleite? Auch kein Stress. Dann wird eben in Berlin durchgeklingelt. „Hallo Bundesregierung, wir sind insolvent.“ – „Kein Ding. Weiterbetrieb für Sachsen-Anhalt angeordnet.“

Und wenn irgendwann die Bundesrepublik Deutschland selbst pleite ist? Dann folgt ein Anruf in Moskau. „Hallo Herr Putin, hier ist Deutschland. Uns ist leider das Geld ausgegangen.“ – „Kein Problem. Notbetrieb. Weiterbetrieb. Alles läuft weiter.“

So einfach kann Wirtschaftspolitik sein. Keine Reformen, keine Strukturdebatten, keine unbequemen Fragen – einfach anrufen. Anordnen. Weiterlaufen lassen.
Verfasser: Maximus Polemikus  |  18.01.2026
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