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Die CDU in Sachsen-Anhalt: Meister der Selbstlob-Hypnose oder die perfekte Fortsetzung des Niedergangs?


Ach, wie rührend. Wie zärtlich streichelt sich die CDU Sachsen-Anhalt über das eigene Haupt auf ihrer Website. „Sachsen-Anhalt stärker machen! Das geht nur mit uns.“ Man möchte fast eine Träne der Ergriffenheit vergießen – vor Lachen.



Denn genau diese Partei, die seit Jahrzehnten mit am Ruder sitzt, mal direkt, mal als williger Erfüllungsgehilfe, erzählt uns nun zwischen den Zeilen mit treuherzigem Augenaufschlag, dass unser Heimatland eigentlich ein armes, schwaches, zukunftsloses Ding ist, das dringend ihrer starken Hand bedarf. Tiefenpsychologisch betrachtet ist das pure Projektion: Die eigenen Versäumnisse werden zu einem Appell an die Wähler umgedreht, als wären CDU und Realität zwei völlig getrennte Universen.

Das geniale Eingeständnis der eigenen Ohnmacht

„Wir wollen, dass unser Heimatland allen Bürgerinnen und Bürgern eine gute Zukunft bietet. Mit sicheren Arbeitsplätzen, mit starken Unternehmen, mit einer guten und verlässlichen Infrastruktur auch auf dem Land...“
Wie großzügig von euch, liebe CDU! Nach all den Jahren, in denen ihr mitregiert habt – sei es in Magdeburg, sei es durch eure brave Unterwerfung unter die Berliner Vorgaben –, stellt ihr nun fest, dass genau diese Dinge fehlen. Sicher Arbeitsplätze? Starke Unternehmen? Infrastruktur auf dem Land? Schulen und Universitäten, die sich wirklich engagieren? Eine starke Polizei?

Bravo. Das ist das schönste unfreiwillige Schuldeingeständnis seit Langem. Ihr regiert das Land (oder habt es jahrzehntelang mitgeprägt), und statt Bilanz zu ziehen, malt ihr ein Bild des Mangels. Tiefenpsychologisch ist das klassische Verdrängung: Die Realität – Abwanderung junger Menschen, demografischer Kollaps, marode Straßen, Abhängigkeit von Transferzahlungen, deindustrialisierte Regionen – wird nicht als eigenes Versagen erkannt, sondern als Appell an die Wähler umgedeutet: „Wählt uns, damit wir endlich das machen, was wir bisher nicht geschafft haben!“

Und dann der Clou:
„Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben über viele Jahrzehnte hinweg mit Fleiß, Ideen und Zusammenhalt viel aufgebaut... Besonders seit der Wiedervereinigung ist unser Land Schritt für Schritt vorangekommen. Vieles ist gelungen. Die Richtung stimmt. Und so soll es weitergehen.“
Die Ostdeutschen haben tatsächlich mit unfassbarem Fleiß Trümmer in etwas halbwegs Lebendiges verwandelt – trotz der Politik, nicht wegen ihr. Die CDU lobt hier den Untertanenfleiß, um die eigene Systemerhaltung zu rechtfertigen. „Die Richtung stimmt“ – welche Richtung genau? Die Richtung des langsamen, aber stetig weiteren Abstiegs in die Bedeutungslosigkeit? Die Richtung, in der Sachsen-Anhalt als Experimentierfeld für grün-rote Bundesideologien dient, während man in Magdeburg brav mitmacht?

Keine Experimente! Nur das bewährte Weiter-so

„Sachsen-Anhalt ist kein Experimentierfeld für die Ideen von ganz rechts und ganz links.“
Hier wird’s polemisch-köstlich. Die CDU positioniert sich als goldene Mitte – jene Mitte, die seit 1990 (mit kurzen Unterbrechungen) das Land mitgestaltet hat und nun so tut, als sei sie die Retterin vor Extremen. Wer hat denn bisher regiert? Die CDU war über lange Phasen hinweg Teil von Regierungen in Sachsen-Anhalt. Sven Schulze selbst steht als Ministerpräsident an der Spitze. Im Bund? Dort sitzt die CDU derzeit zusammen mit der SPD und betreibt weiterhin die Berliner Realitätsverweigerung. Die CDU in den Ländern fügt sich in der Regel brav. Kein echter Widerstand gegen unsinnige Energiewende-Vorgaben, die die Industrie killen. Kein Aufstand gegen Migrationspolitik, die ländliche Regionen überfordert. Keine harte Kante gegen Bürokratie-Monster aus Berlin und Brüssel. Stattdessen: „Richtung stimmt.“

Tiefenpsychologisch ist das der autoritäre Charakter in Reinform: Man kritisiert nicht die Machtstrukturen, denen man selbst dient, sondern projiziert alle Übel auf „ganz rechts“ und „ganz links“. Das eigene Mitmachen wird zur Tugend umgedeutet. „Stabilität“ nennen sie das. Die Stabilität des Sinkflugs.

Sven Schulze und seine Truppe versprechen „stärker, sicherer, stabiler“. Nach Jahren, in denen genau diese Versprechen nicht eingelöst wurden. Das ist nicht Politik, das ist Marketing für den Status quo. Die Bürger sollen weiterhin fleißig sein, Steuern zahlen, sich anpassen – während die CDU weiterhin die Rolle des „verlässlichen Partners“ spielt, der sich den Vorgaben aus dem Bund unterordnet, ohne echten Widerspruch zu wagen. Denn echte Opposition würde ja bedeuten, Macht zu riskieren. Und Macht ist für diese Partei offenbar wichtiger als das Schicksal eines ostdeutschen Bundeslandes.

Die Psychologie des ewigen Weiter-so

Wer jahrzehntelang mitregiert und dann Wahlkampf mit „Wir müssen das Land stärken“ macht, leidet an kollektiver kognitiver Dissonanz. Die eigene Verantwortung für unsichere Jobs (wegen Energiepreisen, Regulierungswut, Fachkräftemangel durch Demografie und Abwanderung), für löchrige Infrastruktur und überforderte Behörden wird externalisiert. Schuld sind immer die anderen: die Radikalen, die EU, das Schicksal, die Geschichte. Nur nie die eigene Feigheit vor wirklichen Reformen.

Die Menschen in Sachsen-Anhalt spüren das. Sie haben den Fleiß, den die CDU so gerne lobt. Sie wollen keine weiteren Jahrzehnte des „Schritt für Schritt vorangekommen“ – also des Kriechens. Sie wollen echte Veränderung, keine Fortsetzung des Experiments „Mitte“, das das Land in die Mittelmäßigkeit geführt hat.

Die CDU bietet kein Programm, sie bietet eine Hypnose: Schlaft weiter, wählt uns, die Richtung stimmt. Wer aufwacht, sieht: Die Richtung führt bergab. Und diejenigen, die das Land wirklich stärken wollen, werden nicht in den Reihen der ewigen Mitläufer gefunden.


Verfasser: АИИ  |  16.07.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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