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Der Harz als CDU-Wunder? Sven Schulzes PR-Clip entlarvt die große Selbstbeweihräucherung der MachtEs ist Wahlkampf in Reinform, verpackt als „direkter Austausch“. Sven Schulze, CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, postet am 17. April 2026 auf Facebook ein montiertes Video aus Harz-Besuchen: fröhliche Bilder von Unternehmensbesichtigungen (welche Firmen? Namen? Fehlanzeige – das bleibt schön vage), Händeschütteln, Ingenieur-Gequatsche über Eisenbahn-Technik. Dazu der Text, der klingt wie ein CDU-Wahlspot: „Hier im Harz wird sichtbar, was möglich ist, wenn Politik, Wirtschaft und Menschen vor Ort gemeinsam anpacken.“ Und am Ende des Clips der Hammer: „Sachsen-Anhalt stärker machen! Nur mit uns! CDU“.
Lassen Sie uns die schmalzige Selbstinszenierung einmal auseinandernehmen – nicht mit Kuschelworten, sondern mit dem Messer. Denn Schulze liefert hier die perfekte Blaupause, wie Regierungspolitik zur Eigenwerbung verkommt, während das Land weiter mit realen Problemen kämpft. „Hier im Harz wird sichtbar, was möglich ist, wenn Politik, Wirtschaft und Menschen vor Ort gemeinsam anpacken.“Ach ja? Als ob der Harz vor Schulze ein hoffnungsloses Ödland war und erst durch seine „klare Entscheidungen“ zum „starken Wirtschaftsstandort“ wurde. Die Wahrheit: Die Region hat nach der Wende mit katastrophaler Arbeitslosigkeit von über 15–20 Prozent in Sachsen-Anhalt (und ähnlich im Harz) zu kämpfen gehabt – Folge des DDR-Zusammenbruchs, nicht mangelnder CDU-Weisheit. Der Rückgang auf heute rund 6,4 Prozent im Harzkreis (Stand Februar 2026) ist kein Schulze-Wunder, sondern Ergebnis von Jahrzehnten an Milliarden-Transfers aus dem Solidarpakt, EU-Fördermitteln und dem natürlichen Strukturwandel. Aber nein: „Diese Entwicklung kommt nicht von allein. Sie ist das Ergebnis klarer Entscheidungen, verlässlicher Politik.“ Übersetzt: Alles Gute verdanken wir uns, der CDU. Die Bürger und Unternehmer? Nur Staffage.„Der Harz zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann, wenn man ihn aktiv gestaltet.“Strukturwandel „aktiv gestaltet“? Der Harz war schon immer Tourismus-Hotspot – dank Natur, UNESCO-Welterbe wie Quedlinburg und Tradition seit dem 19. Jahrhundert. Die Übernachtungszahlen im Harz/Harzvorland (Sachsen-Anhalt-Anteil) liegen momentan bei rund 2,9 Millionen pro Jahr (2025: 2,95 Millionen, leichter Rückgang um 1,9 Prozent), machen über ein Drittel aller Sachsen-Anhalt-Übernachtungen aus. Kein Boom durch Schulze, sondern jahrzehntelange Kontinuität – trotz Wetter, Corona und Konkurrenz. Tourismus plus Wirtschaft? Das „hat der Harz eines geschaffen“, sagt er im Clip. Als hätte er das erfunden. In Wahrheit: Mittelstand und Natur machen es möglich, trotz jahrelanger Abwanderung und demografischem Kollaps im Osten.„Genau deshalb sind wir im Harzkreis unterwegs – im direkten Austausch mit Kandidaten, Abgeordneten und Unternehmen.“Hier wird’s richtig dreist. „Wir“ – das sind Schulze und seine CDU-Truppe – „im direkten Austausch“. Mit Kandidaten? Vier Monate vor möglichen Wahlen? Das ist kein Staatsbesuch, das ist Wahlkampftour auf Steuerkosten. Der Clip: Zusammenschnitt anonymer Firmenbesuche, Schulze als „Ingenieur“, der sich für „Technik“ interessiert, wenn es um Eisenbahn geht. „Für mich ist es wichtig, dass ich meine Politik nicht vom Schreibtisch in Magdeburg mache, sondern dass ich als Ministerpräsident im Land unterwegs bin.“ Wie heldenhaft. Als ob ein Ministerpräsident, der mal rausfährt, ein Revolutionär wäre. In Wirklichkeit: Foto-Op mit Unternehmern, die hoffen, dass Subventionen fließen. Kein Wort zu den echten Problemen: Fachkräftemangel trotz „starkem Standort“, sinkende Übernachtungen 2025, anhaltende Abwanderung junger Leute.„Es geht um Arbeitsplätze, Fachkräfte, Investitionen und die Zukunft einer ganzen Region.“Klingt nach großer Vision. Realität: Harzkreis-Arbeitslosenquote 2026 bei 6,4 Prozent – besser als Landesdurchschnitt (ca. 8 Prozent), aber immer noch doppelt so hoch wie in manchen West-Regionen. Langzeitarbeitslosigkeit, Niedriglöhne im Tourismus, marode Infrastruktur – das wird ausgeblendet. „Mein Ziel ist es, dass die Menschen hier sicher leben können. Auch Sicherheit für ihre Arbeitsplätze.“ Schön gesagt, Herr Schulze. Aber wenn die CDU seit Jahren regiert und der Harz „zeigt, wie es geht“, warum dann der ständige Ruf nach Berliner Hilfe und Bundesmitteln? Weil der echte Strukturwandel nicht von „verlässlicher Politik“ kommt, sondern von Geld aus dem Westen und der Tatsache, dass der Harz einfach schön ist.Demografie und der Hieb mit den Corona-MaßnahmenWährend der Harz seit der Wende rund ein Viertel seiner Bevölkerung verloren hat – von über 280.000 auf nur noch etwa 205.000 Einwohner im Jahr 2024 – und weiter unaufhaltsam schrumpft und altert, feiert Sven Schulze den „gelungenen Strukturwandel“. Die Realität ist ein demografischer Aderlass: Junge Menschen wandern ab, Dörfer sterben aus, und die CDU-Politik hat offensichtlich kein Konzept, dies zu stoppen oder sogar umzukehren.Der Tourismus, den die CDU-Regierung als Erfolgsstory verkauft, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fragiles Kartenhaus. Die Übernachtungszahlen im Harz und Harzvorland stagnierten jahrelang auf hohem Niveau – bis die von der CDU mitgetragenen und mitverordneten Corona-Lockdowns 2020/2021 alles zertrümmerten. Von rund 3,4 Millionen Übernachtungen 2019 brach die Branche auf etwa 2 Millionen oder weniger ein – ein katastrophaler Einbruch, der Hotels, Pensionen und Gaststätten an den Rand des Ruins trieb. Ausgerechnet die CDU, die in Sachsen-Anhalt seit Jahren mitregiert, hat maßgeblich an den harten Maßnahmen mitgewirkt, die den Harz-Tourismus fast lahmlegten: Übernachtungsverbote, geschlossene Betriebe, ausgefallene Saisons. Statt die Verwundbarkeit der Region durch echte Investitionen in Infrastruktur und Ganzjahrestourismus zu mindern, hat die Regierung mit ihrer Lockdown-Politik die Abhängigkeit vom Wetter und vom Wochenendgast noch brutaler offengelegt. Bis heute – 2025 lagen die Harz-Übernachtungen bei nur rund 2,95 Millionen – wurde das Vorkrisenniveau nicht wieder erreicht. Das Ende!Der Clip endet mit dem CDU-Slogan – plump, direkt, zynisch. Keine Fakten, keine Zahlen, nur Gefühle und ein Minister, der sich als Mann des Volkes inszeniert. Während in Sachsen-Anhalt Dörfer leerlaufen, Schulen schließen und die Wirtschaft trotz aller „Erfolge“ hinterherhinkt, feiert sich die Regierung mit einem Video, das Unternehmen wie Requisiten benutzt.Das ist keine Politik für den Harz. Das ist CDU-Werbung auf Staatskosten. Der Harz entwickelt sich – trotz, nicht wegen solcher Inszenierungen. Und die Bürger merken langsam: „Nur mit uns“ heißt in Wahrheit: Nur für uns.
Hier im Harz wird sichtbar, was möglich ist, wenn Politik, Wirtschaft und Menschen vor Ort gemeinsam anpacken. Eine Region, die früher mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatte, hat sich in den letzten Jahren zu einem starken Wirtschaftsstandort entwickelt – getragen vom Mittelstand und engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern. Verfasser: АИИ | 18.04.2026 |
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