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Große Wut über Spritpreissenkung bei E-Auto-Fahrern


Es macht sich großer Unmut breit in den Reihen der überzeugten E-Auto-Fahrer. Denn die angekündigte Spritpreissenkung ist ein Schlag ins Gesicht.



Sie hatten alles richtig gemacht. Sie hatten sich Eigenheime vom Munde abgespart, um mit zusätzlichen 20.000 Euro und Fördermitteln aus Steuergeldern Solaranlagen auf diese Dächer schrauben zu lassen. Sie haben die E-Auto-Förderung kassiert, um sich moderne E-Autos für 50.000, 70.000 oder 90.000 Euro anzuschaffen. Sie haben jede Steuervergünstigung mitgenommen und kostenlos ihr E-Auto geladen, wo man es kostenlos laden konnte. Also den Strom hat jemand anderes bezahlt oder diese Kosten von der Steuer abgesetzt, wodurch weniger Steuern in die Staatskasse flossen.

Sie haben alles getan, um den von vielen geliebten Führern zu gefallen. Sie haben in deren Sinne argumentiert. Sie haben sich vollkommen zurecht erhaben gefühlt gegenüber diesen Diesel-Dieters und Benzin-Petras, die sich der Zukunft, der E-Mobilität, verweigern, nur weil ihnen dafür das Geld fehlt und sie stattdessen mit gebrauchten Dino-Sprit-Kutschen weiterhin unterwegs sind. Sie haben alles getan, um den von vielen geliebten Führern zu gefallen und sich das Klimaschützer-Etikett an ihren 2,3-Tonnen-Elektro-SUV kleben zu können.

Sie haben applaudiert, als es noch vor wenigen Wochen von der Regierungsbank im Bundestag hieß, dass der beste Schutz vor hohen Kraftstoffpreisen der Kauf eines E-Autos ist.

Doch nun wurden sie fallen gelassen. Außen vor gelassen. Vollkommen ignoriert, als die geliebte Regierung gestern verkündete, die Kraftstoffpreise um satte 17 Cent brutto zu senken.

Wo ist der Gleichbehandlungsgrundsatz, wird im Netz absolut berechtigt gefragt. Wenn diese Zukunftsverweigerer und Fördermittelablehner, die über ihre Tankrechnungen die Förderungen für E-Mobilität, für die E-Autos der E-Autobesitzer mitfinanzieren, nun 13 Prozent auf die Tankfüllung geschenkt bekommen, wieso werden die E-Auto-Fahrer nicht auf gleiche Weise beschenkt?

Ja, okay, die Reduzierung des Spritpreises ist so gesehen kein Geschenk der Regierung an die Menschen. Es werden einfach weniger Steuern erhoben. Die Menschen werden also nur etwas weniger abgezockt. Aber darum geht es hier nicht.

Es geht um die Frage, warum jene Gutsituierten, die jede Subvention eingestrichen haben, keine 13 Prozent Nachlass auf den Strompreis an der Ladesäule bekommen, warum sie, wenn sie ihr Auto mit dem Strom der eigenen Solaranlage laden, nicht trotzdem zusätzlich etwas geschenkt bekommen.

Und ja, da kann man sehr wütend werden. Da tut man das, was die geliebte Regierung will, und die geliebte Regierung hilft nun denen, die nicht das machen, was die geliebte Regierung will.

Es ist Zeit für Demos der E-Auto-Fahrer, damit diese Ungleichbehandlung abgestellt wird, oder?
Verfasser: Maximus Polemikus  |  14.04.2026
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