MEGA: Burgenlandkreis und Weißenfels sind nicht nur kriegstüchtig, sondern auch militärbegeistert - Tag der Bundeswehr 2026
Es war ein fantastisches Event, dieser Tag der Bundeswehr am 6.6.2026, der auch in Weißenfels zelebriert wurde. Die Weißenfelser zeigten sich begeistert und strömten in Massen herbei.
Quelle: Burgenlandkreis auf Facebook
Zahlreiche Medien und Medienschaffende dokumentierten dieses Highlight und stellten Bilder und Videos ins Netz. Den Bildern ist die große Begeisterung zu entnehmen, mit der das Volk zu den Plätzen eilte, auf denen Kriegsgerät zum Anfassen bereitgestellt wurde. Schon die Einlasskontrolle scheint Glücksgefühle erzeugt zu haben. Vielleicht schwelgt der eine oder andere ja in Erinnerungen an die wunderbaren Pandemiejahre, als nicht jeder beispielsweise Weihnachtsmärkte betreten durfte. Nur die Guten durften rein.
Es sind lange Schlangen zu sehen, um in den abgesperrten Bereich auf dem Marktplatz in Weißenfels zu gelangen. Wer ein paar Sekunden im Schleudersitz des Tornado-Kampfjets verbringen wollte, stellte sich auch dort brav und geduldig an. Der Schleudersitz ist ein sehr wichtiges Element in einer solchen Kriegsmaschine, denn wie vor wenigen Monaten im Iran aufgezeigt wurde, sind Kampfjets mittlerweile leicht abschießbar.
Als kulinarischer Genuss wurde mit Erbsensuppe aus der Feldküche gelockt. Bei solchen Gaumenfreuden kann man wirklich nicht widerstehen. So konnte jeder auf den Geschmack kommen, wie die Genusslage an der Front aussehen wird, wenn die Drohnen mal drei Minuten Pause machen. Natürlich nur, wenn die Nachschubversorgung nicht zusammengebrochen ist und man als Held im Schützengraben mal ein paar Tage ohne frisches Wasser und Nahrung auskommen muss.
Der Bundeskriegspropagandaminister Boris Pistorius kam extra aus München angereist, nachdem seine Ansprache dort bereits per Video übertragen worden war. Schon sein Vorname beweist, dass er genau der Richtige für dieses Amt ist. Der erste nachgewiesene Träger dieses Namens war der bulgarische Herrscher Boris I. Die turksprachige Übersetzung wäre „(kleiner) Wolf“. Möglich ist auch eine Herkunft aus dem Persischen. Dort gibt es den Namen Behrus („Behrouz“). Bogh oder Bagh bedeutet „Gott“ und somit der Name Bog(h)oris etwa „der Göttliche“ oder „der Himmlische“. Es gibt also keinen Zweifel, wer das Volk vereint in Richtung Russland führen kann. Denn Russland, das hat der Sozialdemokrat immer wieder betont, ist die große Gefahr.
Boris „Pistolius“ Pistorius würdigte die großen finanziellen Anstrengungen von vielen hundert Milliarden Euro, die nun wieder in Rüstung gesteckt werden. Auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht betrachtet er als wichtigen Schritt. Damit tritt der Bundeskriegspropagandaminister Pistorius in die Fußstapfen bekannter Deutscher von vor 90 Jahren. Bereits am 3. Februar 1933, wenige Tage nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler, informierte dieser die Spitzen der Reichswehr über seine Pläne, Deutschland schnellstmöglich wieder militärisch stark zu machen. Die Aufrüstung fand zunächst unter dem Deckmantel der Tarnung statt, um die strengen Auflagen des Versailler Vertrags zu umgehen. Am 16. März 1935 verkündete das NS-Regime das „Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht“ und führte die allgemeine Wehrpflicht wieder ein. Dies war der offene Bruch des Versailler Vertrags. Ab 1936 forcierte Hermann Göring mit dem „Vierjahresplan“ die wirtschaftliche und industrielle Vorbereitung auf einen Krieg. Das deutsche Friedensheer sollte nach den ersten offiziellen Plänen von 1935 eine Sollstärke von 550.000 Mann erreichen.
Bundeskriegspropagandaminister Pistorius erklärte, dass die Bundeswehr auf 460.000 Mann anwachsen solle: 260.000 im aktiven Dienst und 200.000 in der Reserve. Aber vielleicht stockt man ja noch etwas weiter auf. Pistorius freute sich darüber, dass die Zahl derer, die sich zum Dienst in der Bundeswehr melden, angestiegen ist.
Laut dem Zwei-plus-Vier-Vertrag darf die Bundeswehr eine maximale Personalstärke von 370.000 Soldatinnen und Soldaten (Land-, Luft- und Seestreitkräfte – ohne Reservisten) umfassen.
Regionalpolitik voller Begeisterung dabei
Wie den zahlreichen Bildern zu entnehmen ist, zeigt sich auch die Regionalpolitik begeistert von der Begeisterung im Volk. Der von vielen geliebte Landrat Götz Ulrich (CDU) und der gleichermaßen geliebte Weißenfelser Oberbürgermeister Martin Papke (CDU) ließen es sich nicht nehmen, sich zusammen mit Armin Willingmann (SPD, Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt) dem Volk zu zeigen und zum Volk zu sprechen. Gesehen wurde ebenfalls Elke Simon-Kuch (CDU, Mitglied des Landtags Sachsen-Anhalt) und Sachsen-Anhalts Inneninisterin Dr. Tamara Zieschang (CDU).
Landrat Götz Ulrich (CDU) und Oberbürgermeister Martin Papke (CDU) erhielten die höchste Auszeichnung der Bundeswehr für „ihr langjähriges Engagement in der zivil-militärischen Zusammenarbeit“. Das Volk kann wirklich stolz auf diese beiden Männer sein. Die Haushalte der Städte und Gemeinden sowie des Burgenlandkreises selbst sind im Minus. Wenn man aber einen Orden dafür bekommt, dass man sich für steigende Staatsausgaben starkgemacht und das Murren in der Regionalpolitik leise gehalten hat, dann ist das durchaus eine Auszeichnung wert.
Auf den wöchentlichen und monatlichen Demonstrationen für Frieden und Abrüstung hat man jene Politiker bisher nicht angetroffen. Als Regionalpolitiker muss man eben Prioritäten setzen.
Möglicherweise schwelgten alle Beteiligten voller Glück in Erinnerungen. Mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1935 wurde Weißenfels im Zuge der nationalen Aufrüstung systematisch als Militärstandort ausgebaut. An der Zeitzer Straße (der heutigen Sachsen-Anhalt-Kaserne) entstanden großflächige Kasernenkomplexe für die Wehrmacht. Der Einzug der neuen Truppenteile, Vereidigungen von Rekruten und der Abmarsch von Einheiten wurden regelmäßig mit militärischen Zeremonien, Appellen und Marschmusik in den Straßen der Stadt und auf den Kasernenhöfen öffentlich inszeniert, um die Bevölkerung ideologisch auf den Krieg einzuschwören.
Für das Seelenheil der Soldaten traf sich der Hohenmölsener ordinierte Gemeindepädagoge Johannes Rohr mit Bruder Panzig von der Militärseelsorge und den Kameradinnen des 3. Sanitätsregiments.
Gegendemo für Frieden wurde abgesagt
Die Linke Weißenfels hatte im Vorfeld zu einer Veranstaltung gegen den Tag der Bundeswehr aufgerufen. Es hieß, dass man für eine Gesellschaft ohne Aufrüstung und Kriegsverherrlichung kämpfen werde. Diese Veranstaltung wurde allerdings einen Tag zuvor abgesagt. In der Absage hieß es: „Leider können wir das Programm so nicht umsetzen, weil organisatorische Probleme und spontane Entwicklungen uns einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.“ Einfach nur Präsenz auch ohne Programm zu zeigen, war diesen Friedensfreunden demnach ebenfalls nicht möglich.
Hierzu gab es auf Facebook einen kleinen Austausch zwischen dem Stadtratsmitglied Eric Stehr (Die Linke) und Grit Wagner. Grit Wagner äußerte sich dahingehend, dass sie Eric Stehr bei den Friedensdemonstrationen in Weißenfels bisher vermisst habe, und lud ihn ein, bei kommenden Demonstrationen dabei zu sein. Ihr gehe es grundsätzlich um Frieden. Eric Stehr erwiderte: „Weil ich mich dennoch klar davon abgrenze, Russland als Vorbild oder Freund zu betrachten. Wenn ich mich von deutscher Kriegstreiberei abgrenze, muss ich das auch von Russland, den USA und anderen machen.“ Eine Antwort darunter konnte Grit Wagner nicht posten, da sie dafür von Eric Stehr gesperrt wurde. Sie nutzte für die Antwort ihr eigenes Profil.
Voller Erfolg für die Kriegsbegeisterung
Der Tag der Bundeswehr zeigte beeindruckend, wie gut es wieder gelingt, das Volk in die notwendige Stimmung zu bringen. Und das ist auch wichtig, denn die Politik zündelt und eskaliert an vielen Stellen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg. Die Ukraine nutzt bereits den NATO-Luftraum (Polen, Litauen, Lettland und Estland) für Angriffe auf russisches Territorium. Es wird sogar vermutet, dass Drohnen in Estland gestartet werden, um Ziele um Sankt Petersburg in Russland anzugreifen.So wie es scheint, werden immer mehr False-Flag-Operationen durch die Ukraine gestartet, um die NATO in einen direkten Krieg mit Russland zu verwickeln. Bekannt ist, dass sich Soldaten aus NATO-Staaten in der Ukraine befinden. Pistorius erklärte, dass ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet werden und deutsche Soldaten durch ukrainische Militärs ausgebildet werden. Russland betrachtet die Waffenproduktion für und mit der Ukraine auf deutschem Boden als de facto Kriegsbeteiligung. Die NATO führte bereits Manöver durch, mit denen die Einnahme der Region Kaliningrad simuliert wurde.
In Russland gibt es Stimmen, die darauf drängen, dass Russland nun endlich ein klares Zeichen setzen solle. Die Ukraine zerstörte kürzlich ein strategisches Funkrelaisflugzeug vom Typ Tu-142MR für den Kontakt zu russischen Atom-U-Booten, was für die atomare Abschreckung von hoher Bedeutung ist. Gemäß den russischen Militärdoktrinen wäre dies ein Grund, mit Atomwaffen zurückzuschlagen.
Weißenfels als Ziel
Sollte es den von vielen geliebten Führern in Berlin, Brüssel und der NATO endlich gelingen, einen offenen Krieg mit Russland zu provozieren, dürfen sich die Weißenfelser also darauf einstellen, dass auch ihre Stadt ein militärisches Ziel wird. Der Standort ist den Russen mit Sicherheit bekannt. Die Russen haben Überschall-Langstreckenraketen, die sich nicht abfangen lassen. Die Frage ist nur, ob die Russen eine Kaserne des Sanitätsregiments 1 als primäres Ziel betrachten oder erst ein paar Tage später anvisieren. Der Kugelberg wäre dann wohl nicht die beste Wohngegend.Naja, Hauptsache, es gibt auch dann Erbsensuppe, oder?
Überflüge, aber keine Militärübungen
Große Freude hatten die Weißenfelser auch an den Überflügen über die Stadt mit Militärflugzeugen. Allerdings wäre Weißenfels prädestiniert gewesen, um hochpräzise Lenkwaffen eindrucksvoll vorzuführen. Häuser, die seit der Wende dem Verfall frönen, hätten dem Abriss in Sekundenbruchteilen zur Verfügung gestellt werden können. Dies hätte dem kriegstüchtigen Volk in beeindruckender Weise vor Augen geführt, wie die chirurgische Kriegsführung heutzutage aussieht. Daraus wäre eine Win-Win-Situation entstanden, weil die Reste dann mit militärischer Unterstützung nur noch schnell „zusammengekehrt“ und abtransportiert werden müssten. Warum hat die Stadtverwaltung Weißenfels diese Chance nicht genutzt?Naja, vielleicht geht man das in nächster Zeit auf andere Weise an.
