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Eric Stehr (Die Linke) und das Fähnchen im Wind beim Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit BehinderungAm 5. Mai 2026 war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dazu gab es auch in Weißenfels auf dem Markt eine – naja, nennen wir es mal – Veranstaltung.
Eric Stehr (Mitglied des Weißenfelser Stadtrates und der Partei Die Linke) hatte dazu einen Post auf Facebook veröffentlicht. Man sieht ihn neben einem Fähnchen. Gepostet hatte er die Zeilen: Heute ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.Auf der Fahne steht: Menschenrechte sind nicht verhandelbar Damit man mich nicht falsch versteht: Grundsätzlich finde ich das als Vater eines Kindes mit Behinderung sehr gut. Allerdings habe ich ein paar Bauchschmerzen. Wenn sich für Inklusion eingesetzt werden soll, dann muss dies vorrangig in den Ämtern, Behörden und politischen Kreisen passieren. Denn jene, die beim Thema Barrierefreiheit, aber auch tatsächlicher Inklusion bremsen, sitzen genau dort. Ich weiß das, weil ich aus einem umfangreichen Erfahrungsschatz schöpfen kann, der genau dies bestätigt. Inklusion ist, wenn es trotzdem klappt!Also trotz aller Widerstände in Ämtern, Behörden und Verwaltungen. Denn dort wird Inklusion nicht gewollt – also nicht dann, wenn es zu viel Geld kostet oder es Mitmenschen gibt, die das einfach nur nervt. Dann erfährt man als Mensch mit Behinderung einen vollkommen unverständlichen Gegenwind, obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention ganz klar etwas anderes fordert. Nur interessiert das dann niemanden in diesen Kreisen.Die Inklusions-Verhinderungs-Verwaltung verweist dann gern auf den Rechtsweg. Der ist lang, beschwerlich, und sowohl Sozial- als auch Verwaltungsgerichte sehen ihre Aufgabe darin, die Auffassungen der Verwaltungen mit viel Schwurbelei und Spitzfindigkeiten als doch irgendwie rechtskonform darzustellen. Ich weiß das, ich habe es oft genug durch. Man muss unbequem sein, um etwas durchgesetzt zu bekommenWenn man als Stadtratsmitglied und Mitglied der Linken wirklich etwas erreichen will, kommt man nicht drumherum, unbequem zu sein. Also wirklich unbequem und wirklich nervig. Da kann man nicht gut Freund mit einem Oberbürgermeister oder Landrat sein. Da muss man den Finger immer und immer wieder in die Wunde legen. Und ja, man bekommt dann schnell einen Stempel aufgedrückt. Und natürlich bekommt man Gegenwind. Richtig viel Gegenwind. Das läuft nicht direkt, das läuft oft genug schön hintenrum, indem von vielen Seiten versucht wird, einem das Leben sinnlos schwer zu machen. Ich weiß das, ich habe es oft genug durch.Wenn Eric Stehr ein paar Tipps und Ratschläge braucht, wie man unbequem wird und sich für eine Sache tatsächlich einsetzt, einfach mal bei mir melden. Ich kann diesbezüglich helfen. Menschenrechte sind nicht verhandelbarEin toller Spruch. Doch auch hier habe ich Bauchschmerzen, wenn dies aus dem „linken, antifaschistischen Lager“ kommt. Wer die wunderbaren Pandemiejahre nicht vergessen hat und wer sich anschaut, mit welcher Verachtung und welchem Hass gegen jene argumentiert wird, die in gewissen Bereichen anderer Meinung sind, der kann sich nur fragen, was Satire darf. Ich frage mich das fast jeden Tag. Denn ich werde immer wieder als „braun“ bis „Nazi“ bezeichnet. Warum? Weil ich mich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetze. Weil ich mich tatsächlich für Menschenrechte einsetze. Weil ich mich tatsächlich für das Recht auf Selbstbestimmung einsetze, für Meinungsfreiheit, Vielfalt, gegen Faschismus und gegen Ausgrenzung. Doch dadurch wurde ich unbequem – auch für jene im „linken Lager“, denn für die „Vielfaltigen“ endet das Recht auf Selbstbestimmung komischerweise dann, wenn die Virusangst, die Klimawandelangst, die Putinangst und die Angst vor anderen Meinungen unerträglich werden.Kampf gegen die Inklusions-VerweigererJa, klar! Immer! Aber dort, wo das auch Sinn macht, Herr Eric Stehr. Auf dem Marktplatz macht das wenig Sinn, denn die Inklusions-Verweigerer kommen dort nicht vorbei. Zu denen muss man hingehen. Die muss man nerven. Als Stadtratsmitglied ist das mindestens durch ständige Anträge möglich. Ein Fähnchen im Wind wird ignoriert.Antrag für Kfz-Umbau seit einem Jahr ohne BewilligungEin kleiner „Schwank“ aus dem Alltag von Menschen mit Behinderung. Der Antrag, dass das eigene Kfz mit einem Schwenk-Hub-Sitz und einer Rampe ausgebaut wird, feiert dieser Tage den ersten Geburtstag. Nach einer Ablehnung der Krankenkasse, weil es aus deren Sicht für einen Menschen mit Behinderung vollkommen ausreichend ist, dass dieser ein Dach über dem Kopf, eine Toilette, einen Fernseher und ein Telefon hat sowie sich im Nahbereich der Wohnung auch mal draußen bewegen kann, wurde Widerspruch eingelegt. Das war Anfang September 2025. Die Krankenkasse wollte wissen, wie viele Arzt- und Therapietermine so anliegen und rechnet seit September 2025 herum, was „kostengünstiger“ ist – Fahrdienst oder Kfz-Umbau. So läuft das sicherlich nicht nur bei uns. Denn Menschen mit Behinderung sind den Ämtern, Behörden und Institutionen letztendlich zu teuer. Teilhabe und Selbstbestimmung sind vollkommen irrelevant, wenn es irgendwie zu viel Geld kostet. Schaut man auf die aktuelle Politik, wird klar warum: Panzer, Drohnen, Aufrüstung und Kriegstreiberei sind wichtiger.Lass uns gemeinsam unbequem sein!Mein Angebot steht zum gemeinsamen Unbequemsein. Aber ich vermute, daraus wird nichts, Es müsste jemand über den eigenen Schatten springen. Da müsste man sich in diesem Fall zusammen für dieses Ziel der besseren Inklusion einsetzen und Meinungsverschiedenheiten in anderen Bereichen außen vor lassen. Nur wird es dann bestimmt nicht wenige geben, die sofort die Kontaktschuld als unvereinbar sehen werden.
Verfasser: Michael Thurm | 08.05.2026 |
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