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Bundesregierung plant Wind zu importieren, weil der Wind nicht reicht


Während die letzten Kohlekraftwerke mit feierlichem Tamtam abgeschaltet werden und das letzte Atomkraftwerk nur noch in Geschichtsbüchern vorkommt, hat die Bundesregierung einen Plan präsentiert, der so brillant ist, dass selbst die Physik vor Neid erblasst. Der Wind in Deutschland? Reicht nicht. Punkt. Aber keine Sorge – wir importieren ihn einfach. Genial!



Prof. Dr. Eduard Heindl hat es in seinem Vortrag „Reicht der Wind aus?“ schonungslos vorgerechnet: Die kinetische Energie der Luft, die über unser schönes 360.000 Quadratkilometer großes Land weht, reicht physikalisch nicht aus, um die geplanten 1.700 und mehr Terawattstunden Strom zu erzeugen, die wir für eine vollständige Umstellung auf Wind und Sonne brauchen – inklusive Wärmepumpen, E-Autos und der Industrie, die noch nicht komplett abgewandert ist. Selbst wenn man ganz Deutschland wie eine riesige Luftkiste betrachtet, in 150 Meter Höhe die durchschnittliche Windgeschwindigkeit nimmt und mit 40 Prozent Wirkungsgrad rechnet, kommt man bestenfalls auf rund 80 Gigawatt Dauerleistung. Der Bedarf liegt aber bei über 200 Gigawatt im Schnitt. Im Winter, wenn Solarenergie fast nichts bringt (nur etwa 9 Prozent des Jahresertrags in den dunklen Monaten), wird’s richtig eng.


Die Lösung: Windimport

Aber hey – Physik ist nur eine Meinung, oder? Die Bundesregierung hat die ultimative Lösung gefunden: Windimport. Ähnlich wie beim Erdgas, das man ja bekanntlich bis 2045 komplett aus dem Energiesystem verbannen will (außer wenn es doch wieder nötig ist), wird jetzt Wind aus fernen Regionen der Erde geholt.

Stellt euch das vor: In windreichen Gebieten – sagen wir in der Mongolei, in Patagonien oder über dem Südatlantik – werden gigantische „Windfanganlagen“ errichtet. Dort wird der kostbare Wind eingefangen, verdichtet und in speziellen Tankern nach Deutschland verschifft. Die Technologie ist natürlich noch in der Entwicklung, aber das Prinzip ist kinderleicht: Wie in Schilda das Sonnenlicht mit Spiegeln eingefangen und in Säcke gepackt wurde, so wird hier der Wind in Druckbehältern komprimiert. Ankunft im Hamburger Hafen, dann per Pipeline oder Lkw in die Republik verteilt. An windstillen Tagen einfach den Hahn aufdrehen – und schon dreht sich jedes Windrad wie von Zauberhand. Perfekt für die Dunkelflaute!

Die Vorteile sind überwältigend:

Souveränität light: Statt russischem Gas jetzt mongolischen Wind. Geopolitisch ein Quantensprung.

Nachhaltigkeit pur: Der importierte Wind ist 100 Prozent erneuerbar und hinterlässt keine CO₂-Spuren – außer natürlich bei der Herstellung der Tanker, der Verdichter und der Pipelines. Aber das zählt nicht, weil es ja fürs Klima ist.

Wirtschaftsboom: Neue Berufe entstehen! Windzollbeamte, Windqualitätskontrolleure („Ist das Premium-Wind aus der Nordsee oder nur Billig-Wind aus der Sahara?“), Windlageristen und natürlich Windimport-Lobbyisten.

Internationale Solidarität: Länder mit viel Wind können endlich ihren Überfluss teilen. Frankreich und Großbritannien werden sich freuen, wenn sie ihren eigenen Wind nicht mehr für sich behalten müssen. Und Polen? Die kriegen dann halt den Abwind aus unseren Anlagen – ein fairer Deal.

Kritiker, die immer noch mit verstaubten Gesetzen wie Erhaltung der Energie oder Impulserhaltung nerven, werden natürlich meckern: „Man kann Wind nicht einfach so transportieren, ohne dass er seine Energie verliert!“ Oder: „Wenn alle Länder Windkraft massiv ausbauen, kommt bei uns noch weniger an.“

Kleinmütiges Denken. Die Agora-Studien haben das doch alles schon durchgerechnet – oder zumindest politisch gewünscht. Und wenn die Physik nicht mitspielt, dann ändern wir eben die Rahmenbedingungen. Notfalls per Verordnung.

Besonders lobenswert ist die Konsequenz der Bundesregierung. Erdgas war gestern – fossiles Relikt aus der Steinzeit der Energiepolitik. Stattdessen importieren wir jetzt einen Energieträger, der noch flüchtiger ist als Wasserstoff und noch schwieriger zu lagern. Das nenne ich Fortschritt! Bald werden wir auch Sonnenlicht importieren müssen, weil die heimische Solarausbeute im Winter bekanntlich eher an eine Taschenlampe mit leerer Batterie erinnert. Container mit komprimiertem Photonenschein aus der Sahara? Warum nicht. Die Logistik wird schon klappen.

In Schilda hat man am Ende das Rathaus abgedeckt, um mehr Licht im Gebäude zu halten. Die Bundesregierung geht einen Schritt weiter: Sie deckt nicht nur ab, sie importiert das Licht – und den Wind gleich mit. Absolute Meisterleistung.

Deutschland wird so zum Vorreiter einer neuen globalen Energieordnung: Importierte Erneuerbare. Während andere Länder noch naiv denken, man müsse die Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird, zeigen wir, dass Globalisierung auch bei unsichtbaren Strömungen funktioniert.

Chapeau, liebe Bundesregierung! Weiter so. Der Wind der Veränderung weht – und wenn nicht, dann bestellen wir ihn einfach per Express. Die Rechnung zahlt eh der Stromkunde.

Quellen der Physik: Eduard Heindl und diverse andere Experten, die sich die Mühe gemacht haben, mal nachzurechnen statt nur zu wünschen. Aber was wissen die schon – sie haben ja keine politische Mehrheit.




Verfasser: АИИ  |  04.04.2026

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