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Daniel Roi (AfD) warnt vor Defiziten im Katastrophenschutz - Anfragen im Auftrag von Putin? Leitstelle ohne Strom, nicht erreichbar


Beim Bürgerdialog am 13. Februar 2026 in Hohenmölsen äußerte der Landtagsabgeordnete Daniel Roi (AfD) deutliche Kritik an der Vorbereitung deutscher Kommunen auf Krisensituationen.


In seinen Ausführungen, der sich schwerpunktmäßig mit Zivil- und Katastrophenschutz befassten, schilderte er konkrete Beispiele aus seiner kommunalpolitischen Arbeit und warnte vor strukturellen Schwächen bei Notfallplänen und Infrastruktur.

Kritik an politischer Debattenkultur

Roi erklärte zunächst, dass parlamentarische Anfragen seiner Fraktion zum Katastrophenschutz häufig politisch interpretiert würden. Er wies den Vorwurf zurück, solche Anfragen würden im Auftrag ausländischer Interessen gestellt, und betonte stattdessen, es gehöre zum Kernauftrag von Abgeordneten, staatliche Vorsorgemaße kritisch zu prüfen. Auch die CDU stelle seit Jahren vergleichbare Anfragen.

Beispiel Stromausfall in Bitterfeld-Wolfen

Als konkretes Beispiel führte Roi einen Stromausfall in Bitterfeld-Wolfen an. Während des Ausfalls sei die örtliche Leitstelle für Notrufe zeitweise nicht erreichbar gewesen, obwohl sie über ein Notstromaggregat und eine Netzersatzanlage verfüge. Die technische Absicherung habe nicht funktioniert, weshalb Bürger per Warn-Apps informiert worden seien, stattdessen die Polizei zu kontaktieren. Gleichzeitig seien Feuerwehren über eine improvisierte Telefonkette alarmiert worden.

Für Roi zeigt dieser Vorfall, wie wichtig funktionierende Notfalltechnik sei. Ein Blackout mache deutlich, wie schnell zentrale Infrastruktur ausfallen könne und wie stark Kommunen dann improvisieren müssten.

Fehlende Notfallpläne in Verwaltungen

Nach seinen Angaben existiere in der Stadtverwaltung bislang kein klarer Plan, wie das Rathaus bei einem Stromausfall arbeitsfähig bleiben soll. Auch auf Kreisebene gebe es Defizite: Im Finanzausschuss des Landkreis Anhalt-Bitterfeld sei berichtet worden, dass kein kreiseigenes Gebäude über eine Einspeisemöglichkeit für Notstrom verfüge.

Selbst dort, wo neue Gebäude technisch vorbereitet seien – etwa Feuerwehrhäuser – fehle häufig die dazugehörige Ausrüstung. So gebe es zwar Einspeisevorrichtungen, aber kein Aggregat, das tatsächlich Strom liefern könne.

Situation in kleineren Orten

Roi verwies außerdem auf seinen Heimatort Talheim, wo ebenfalls eine neue Feuerwehrhalle vorhanden sei. Auch dort sei zwar die technische Möglichkeit für Notstrom vorhanden, jedoch kein entsprechendes Aggregat angeschafft worden. Für ihn ist das ein Beispiel dafür, dass Planungen und tatsächliche Einsatzfähigkeit auseinanderfallen.

Warnung vor größeren Krisenszenarien

Der Politiker betonte, seine Kritik beziehe sich nicht auf militärische Szenarien, sondern auf alltägliche Krisenlagen wie Stromausfälle. Als weiteres Beispiel nannte er einen größeren Stromausfall in Berlin, bei dem zehntausende Haushalte betroffen gewesen seien und zeitweise Heizung, Pflegeeinrichtungen und andere lebenswichtige Dienste beeinträchtigt wurden.

Roi zeichnete in seinen Ausführungen das Bild eines Katastrophenschutzsystems, das nach seiner Einschätzung vielerorts unzureichend vorbereitet ist. Seine zentrale Forderung lautet, Kommunen müssten Notfallpläne ausarbeiten, Technik anschaffen und regelmäßig testen. Nur so könne gewährleistet werden, dass im Ernstfall Rettungsdienste, Verwaltung und öffentliche Infrastruktur handlungsfähig bleiben.

Seine konkreten Ausführungen können Sie in obigen Video ansehen!
Verfasser: АИИ  |  21.02.2026
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