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Plötzlich wollen sie alle Frieden


Wie aus heiterem Himmel ertönt es nun von allen Seiten: „Wir brauchen Friedensverhandlungen!“ Trump hatte es angekündigt, Merz übernimmt es in Deutschland, Macron spricht plötzlich von einer "europäischen Sicherheitsarchitektur mit Russland", und sogar Selenskyj, der einst kategorisch Verhandlungen ausschloss, will in Istanbul auf Putin warten.



Ja, ausgerechnet Istanbul, wo bereits im April 2022 ein unterschriftsreifer Friedensvertrag auf dem Tisch lag – damals noch abgelehnt. Warum? Weil man "Russland besiegen" wollte. Weil man glaubte, das sei realistisch.

Was ist passiert? Haben sie plötzlich alle ihre Meinung geändert – oder ist das die späte Einsicht in ein gewaltiges politisches Versagen?



Die Propaganda der Unbesiegbarkeit

Noch vor wenigen Monaten war die westliche Rhetorik eindeutig: Russland ist militärisch und wirtschaftlich am Ende. Die Sanktionen würden „Putins Kriegsmaschinerie austrocknen“, hieß es. Der Rubel sei bald nur noch Klopapier wert. Und überhaupt: Man könne und dürfe niemals mit einem Diktator wie Putin verhandeln – sonst, so die Prediger des „Wertewestens“, würde man „die Demokratie verraten“.

Doch nun? Derselbe „Wertewesten“ drängt auf Friedensgespräche – und zwar jetzt. Putin soll am Donnerstag in Istanbul erscheinen, um über Frieden zu reden. Dieselben Stimmen, die 2022 ein Verhandlungsangebot torpedierten, wollen plötzlich Frieden. Warum?

Realitätscheck an der Front

Während man im Westen offenbar einen Sinneswandel durchlebt, rücken russische Truppen jeden Tag weiter vor. Die Region Kursk ist bereits zurück unter russischer Kontrolle. Die ukrainischen Linien bröckeln – nicht weil der Westen nicht genug Waffen liefert, sondern weil es schlicht an Soldaten fehlt. Die Mobilisierungsreserven sind erschöpft. Die junge Generation der Ukraine wurde verheizt für einen „Sieg“, den es nie geben konnte.

Und plötzlich dämmert es auch den politisch Verantwortlichen: Ohne die USA, die unter Trump wohl keine Patronenhülsen mehr schicken werden, steht Europa alleine da. Und das bedeutet: Die Ukraine alleine durchzufüttern – militärisch, wirtschaftlich, sozial – ist ein Fass ohne Boden. Und ein Fass, das leer ist.


Der Preis des Hochmuts

Warum nicht schon im April 2022 Frieden? Warum mussten hunderttausende sterben, Städte zerstört, Millionen vertrieben werden – wenn man am Ende doch mit Putin verhandeln will?

Vielleicht, weil man sich in der eigenen moralischen Überlegenheit gesonnt hat. Vielleicht, weil man glaubte, die Welt könne nach westlichem Wunschdenken umgebaut werden. Vielleicht auch, weil Krieg für manche eben ein gutes Geschäft war – solange andere ihn führten und starben.

Nicht plötzlich, sondern zu spät

Nein, dieser Ruf nach Frieden kommt nicht „plötzlich“. Er kommt viel zu spät. Jetzt, wo die Realität nicht mehr weggelogen werden kann, wo der Mythos vom russischen Zusammenbruch implodiert ist, wo selbst Washington aussteigt – jetzt ist Frieden plötzlich wieder salonfähig.

Die Frage bleibt: Wer übernimmt Verantwortung für drei verlorene Jahre, für einen zerstörten Kontinent, für die Tausenden Toten, denen man einen Frieden aus Prinzip verweigerte?
Verfasser: Американский интеллект  |  13.05.2025  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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