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Die wenigen gegen die vielen für FriedenIn Gera gab es am 4. Januar 2025 zwei Demonstrationen für den Frieden. Die eine richtete sich gegen die andere. Im Live-Stream von Weichreite wird einmal mehr die tiefe Spaltung in der Gesellschaft deutlich. Nicht einmal für den Frieden kann man zusammenstehen. Es gab eine kleine Gegendemonstration zur großen Demonstration für den Frieden. Eine Gruppe von schätzungsweise 20 bis 30 Demonstranten aus dem linken Lager protestierte ebenfalls für den Frieden. Allerdings richtete sich ihr Protest auch gegen die größere Demonstration, an der wahrscheinlich etwa 1.300 bis 1.500 Personen teilnahmen. Die Gegendemonstranten wollten, wie üblich, nicht gefilmt werden. Weichreite wurde die Sicht wiederholt versperrt. Wirklich Gesicht zeigen wollte zunächst niemand von ihnen, und der Dialog gestaltete sich schwierig. Für sie schien es wichtig zu sein, klare Grenzen zu ziehen und an Vorurteilen festzuhalten. Den Demonstranten der großen Demonstration wurde zugerufen, dass „schon zweimal der Krieg verloren wurde“, während ein Transparent mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Rechts“ und der Kennung „SPD“ hochgehalten wurde. Auf einem Transparent der großen Demonstration war hingegen „Diplomaten statt Granaten“ zu lesen. Ein Teilnehmer der großen Demonstration, ein ehemaliges SPD-Mitglied, berichtete, dass er aus der SPD gedrängt wurde, weil er den Dialog mit den sogenannten Rechten gesucht hatte. Am Ende des Streams kam es doch noch zu einem längeren Gespräch zwischen Weichreite und einem Teilnehmer der linken Demonstration, das auch sogar zu einem Dialog mit Teilnehmern der großen Demonstration ausweitete. Dabei zeigte sich, dass es an einigen Stellen doch Schnittmengen zu geben scheint. Verfasser: Michael Thurm | 04.01.2025 |
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