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Der stille Kindermord der Politik: Prof. Spieß packt in der Corona-Enquete-Kommission aus - doch die wahren Schuldigen bleiben fein raus!


Während die Regierung jahrelang von „alternativlosem Schutz“ faselte, zerbrach die Realität für Millionen Familien. Jetzt steht Prof. Dr. Katharina Spieß vor der Enquete-Kommission und beschreibt schonungslos, wie Kitaschließungen, Homeschooling-Chaos und Care-Arbeit vor allem Mütter und Kinder in die Verzweiflung trieben.


Prof. Dr. Christa Katharina Spieß (*1966), Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und Professorin für Bevölkerungsökonomie an der Universität Mainz, ist eine etablierte Familien- und Bildungsökonomin. Sie war zuvor lange am DIW Berlin in leitender Position tätig und hat zahlreiche Studien zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kita-Politik und frühkindlicher Bildung veröffentlicht. Während der Pandemie gehörte sie zu den Wissenschaftlerinnen, die empirisch die Belastungen von Familien dokumentierten – oft mit Fokus auf Geschlechterungleichheiten und sozioökonomische Disparitäten.

In ihrer Stellungnahme vor der Corona-Enquete-Kommission des Bundestages am 11. Juni 2026 konzentrierte sie sich auf die Care-Arbeit von Eltern in Privathaushalten. Sie beschrieb die Schließungen von Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen als massive Belastung, besonders für berufstätige Eltern, Alleinerziehende, einkommensarme Familien und solche mit Migrationshintergrund. Kinder und Jugendliche litten mental, Ressourcenarme am stärksten. Sie lehnt jedoch den Begriff „Generation Corona“ ab, da die Betroffenheit heterogen war.

Zitate aus der Enquete-Aussage (11.06.2026)

„Die Ausgangssituation war so, wir alle wissen, dass die Schließung von Kindertageseinrichtungen, Schulen, aber auch Freizeitangeboten [...] Familien in besonderem Maße belastet hat. Besonders wurden Kinder und Jugendliche in ihrer mentalen Gesundheit eingeschränkt und es ist so gewesen, dass insbesondere jene Kinder, die ressourcenarm sind, besonders stark von der Pandemie betroffen wurden. Allerdings würde ich niemals von einer Generation Corona sprechen [...]“

Sie betonte die Probleme bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Care-Arbeit: Viele Eltern mussten plötzlich ins Homeoffice, obwohl nur etwa 35 % der Paarhaushalte dafür geeignete Berufe hatten. Systemrelevante Berufe hatten unzuverlässige Notbetreuungen. Die Care-Arbeit lastete vor allem auf Müttern, Ungleichheiten verstärkten sich bei Paaren, die schon vorher ungleich verteilt hatten. Das Wohlbefinden von Müttern mit Kindern unter 10 Jahren sank stark. Lernsituationen zu Hause waren höchst unterschiedlich (besser für Gymnasiasten).

Handlungsempfehlungen: Mehr Digitalisierung in Kitas, Schulen und Jugendhilfe, Vertretung von Familien in Krisenstäben, Plattformen für qualitätsgeprüftes Lernmaterial, Mental-Health-Coaches, Krisenelterngeld, bessere Dateninfrastruktur für die Forschung.

Ihre Aussagen während der Pandemie

Während der Pandemie publizierte Spieß mit Kollegen Studien wie „Wohlbefinden von Familien in Zeiten von Corona: Eltern mit jungen Kindern am stärksten beeinträchtigt“ (DIW 2020). Darin wurde dokumentiert, dass Mütter mit Kita- und Grundschulkindern besonders litten, Zufriedenheit mit Leben, Familie und Betreuung sank, Care-Arbeit ungleich verteilt war. Sie sprach von Belastungen durch Schließungen, forderte aber differenzierte Betrachtung und Unterstützung statt pauschaler Kritik an den Maßnahmen selbst. Später plädierte sie für gezielte Förderung benachteiligter Familien und bessere Infrastruktur für künftige Krisen.

Ihre Haltung war stets systemimmanent: Die Maßnahmen (Schließungen) wurden als gegeben hingenommen, ihre Folgen analysiert und mit Forderungen nach mehr Staat (Digitalpakt, Coaches, Elterngeld, Krisenstäbe mit Familienvertretern) „repariert“.

Abgleich mit RKI-Files und freigeklagten Dokumenten – Die eigentliche Skandaldimension

Hier wird die Kritik fundamental. Während Spieß detailliert die Folgen der Schließungen beschreibt und daraus mehr staatliche Vorsorge ableitet, belegen die RKI-Protokolle, dass diese Maßnahmen wissenschaftlich höchst fragwürdig waren – und die Politik sie dennoch durchzog. Die Regierung ignorierte oder unterdrückte fachliche Bedenken, um eine einheitliche Linie durchzusetzen. Spieß' Arbeit liefert exzellente Daten zu den Kollateralschäden, die durch politisch gewollte, wissenschaftlich zweifelhafte Maßnahmen entstanden. Statt in der Enquete die Frage zu stellen, ob monatelange Schließungen von Kitas und Schulen verhältnismäßig und evidenzbasiert waren – und wer dafür politisch haftet –, bleibt sie bei der Beschreibung der Opfer und fordert bessere Vorbereitung für nächste Male. Das ist typisch für große Teile der deutschen Wissenschaftselite: Symptome kurieren, Ursachen (politische Fehlentscheidungen, Panikmache, Machtausübung) nicht thematisieren.

Kritische Analyse: Ein System der Verantwortungslosigkeit

Die Aussagen von Spieß unterstreichen unfreiwillig den Skandal: Eine Regierung, die unter Berufung auf „die Wissenschaft“ Grundrechte von Kindern und Familien massiv einschränkte, obwohl interne Protokolle zeigten, dass Schulen und Kitas keine relevanten Treiber waren. Gleichzeitig wurden vulnerable Gruppen (Ressourcenarme, Alleinerziehende) am härtesten getroffen – genau jene, die der Sozialstaat besonders schützen sollte. Statt Entschädigung, Aufarbeitung von Verantwortung und Haftung gab es Mental-Health-Coaches und Digitalisierungsoffensiven als Alibi.

Spieß' Fokus auf Geschlechterungleichheit (Mütter trugen die Last) ist valide, blendet aber aus, dass die Politik diese Last aktiv herbeigeführt hat. Die Retraditionalisierung der Care-Arbeit war kein Naturereignis, sondern Folge politisch verordneter Schließungen. Ihre Empfehlungen – mehr Digitalisierung, mehr Staat in Krisenstäben, Krisenelterngeld – laufen auf eine weitere Bürokratisierung und Verstaatlichung des Privaten hinaus. Statt Freiheit und Resilienz der Familien zu stärken, soll der Leviathan, der Staat, die Politik besser vorbereitet sein, beim nächsten Mal effizienter zu schließen.

Die Enquete-Kommission droht zur weißen Salbe zu werden: Man hört Experten wie Spieß, notiert Belastungen, empfiehlt technische und sozialstaatliche Upgrades – und entlastet die Verantwortlichen der Jahre 2020-2022. Keine Rechenschaft für Merkel, Spahn, Lauterbach & Co., keine juristische oder politische Konsequenz für Kollateralschäden an einer ganzen Kohorte von Kindern. Die RKI-Files zeigen: Es war kein „alternativloses Handeln auf unsicherer Datenbasis“, sondern ideologisch und machtpolitisch getriebene Überreaktion gegen besseres Wissen.

Prof. Spieß liefert wertvolle Daten. Doch ihre sanfte, differenzierende, zukunftsorientierte Analyse kaschiert das eigentliche Versagen: Eine Bundesregierung, die Familien und Kinder als Kollateralschaden in Kauf nahm, obwohl die eigenen Experten die Unwirksamkeit mancher Maßnahmen kannten. Das ist kein Pandemiemanagement – das ist staatliches Versagen auf Kosten der Schwächsten. Eine echte Aufarbeitung müsste hier ansetzen, nicht bei besseren Krisenplänen für den nächsten Lockdown.
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