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Bürgerdialog in Weißenfels: Elke Simon-Kuch startet Wahlkampf mit offenem AustauschMit einem intensiven Bürgerdialog eröffnete die Landtagsabgeordnete Elke Simon Kuch (CDU) am 23. Januar 2026 offiziell ihren Wahlkampf.
Rund 80 Bürgerinnen und Bürger folgten ihrer Einladung in den Saal des Centras in Weißenfels, um mit ihr über politische Ziele, regionale Herausforderungen und persönliche Arbeitsschwerpunkte zu sprechen. Der Abend begann mit einer Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen SPD-Politiker Rüdiger Erben, bevor Simon-Kuch die Veranstaltung eröffnete. Politik, so betonte sie, lebe vom Dialog – und genau dafür wolle sie sich an diesem Abend rund zwei Stunden Zeit nehmen. Wirtschaft, Bürokratie und Migration als KernthemenDie erste Wortmeldung aus dem Publikum stellte direkt eine grundsätzliche Frage: Die CDU sei seit vielen Jahren in Regierungsverantwortung auf Landes- und Bundesebene – was müsse sich nun konkret ändern?Simon-Kuch nannte als zentrales Handlungsfeld die Wirtschaftspolitik. Dazu gehörten unter anderem Änderungen der Bauordnung, spürbare Bürokratieerleichterungen, Anpassungen der Vergabeordnung, der Umgang mit dem Migrationsgeschehen sowie eine stärkere Berücksichtigung der ETS-Abgaben (ETS » Emissions Trading System - Kosten, die Unternehmen für den Ausstoß von Treibhausgasen im Rahmen des EU-Emissionshandels zahlen). Bildung sei eines ihrer persönlichen Steckenpferde, ebenso die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Für detaillierte Positionen verwies sie auf das CDU-Wahlprogramm. Als Abgeordnete ist Simon-Kuch Mitglied in mehreren Ausschüssen, unter anderem für Infrastruktur, Digitales, Umwelt, Wirtschaft, Klima und Bildung. Weitere Ausschüsse, etwa den Petitionsausschuss, besuche sie gezielt dann, wenn regionale Themen betroffen seien. Industriebrachen, Strukturwandel und DenkmalschutzEin zentrales Thema des Abends waren die Industriebrachen in Weißenfels, insbesondere in der Neustadt und in Deuben.Der Strukturwandel biete hier große Chancen, so Simon-Kuch. Allerdings müssten bestehende Regelungen, etwa zu Ökopunkten, angepasst werden, um Entwicklung zu ermöglichen. Für Deuben spiele zudem der Denkmalschutz eine entscheidende Rolle. Es müsse genau geprüft werden, welche Gebäude erhaltenswert seien, welche nachgenutzt werden könnten und wo ein Abriss sinnvoll sei. Nur so könne eine echte Wiederbelebung gelingen. CO₂-Entlastung: Warum sie nicht sofort beim Bürger ankommtAuf die Frage, wann CO₂-Entlastungen endlich spürbar bei den Bürgern ankommen würden, verwies Simon-Kuch auf die Realität von Koalitionspolitik.Preisentlastungen bei Energie kämen oft verzögert an – ähnlich wie bei einer möglichen Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie, die eher das Überleben der Betriebe sichere als automatisch niedrigere Preise für Kundinnen und Kunden bedeute. Diese Aussage sorgte für ein hörbares Raunen im Saal. Erfolge aus Sicht der AbgeordnetenAuf die Frage nach ihren persönlichen Erfolgen betonte Simon-Kuch, dass Politik stets Teamarbeit sei. Dennoch nannte sie mehrere Punkte: Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten bleibt in Weißenfels und wurde nicht nach Merseburg verlegt; Lottogelder konnten für regionale Vereine, unter anderem den UHC Weißenfels, gesichert werden, zudem entsteht ein Bildungscampus im Kloster, der mit dem Goethe-Gymnasium verzahnt wird.JVA Weißenfels, Arbeitsplätze und regionale VergabeZur neuen Justizvollzugsanstalt Weißenfels wurden Fragen zu Arbeitsplätzen, Bauvergaben und Versorgung gestellt. Simon-Kuch erklärte, dass durch Ruhestand und den Wegfall von Pendlern aus Halle durchaus neue Stellen entstehen könnten. Bei Ausschreibungen solle geprüft werden, regionale Bau- und Versorgungsunternehmen stärker einzubinden, auch wenn dafür derzeit noch Kapazitäten aufgebaut werden müssten.Zwischen Landtag, Unternehmen und FamilieAuch persönliche Fragen fanden Platz. Wie lasse sich das Mandat mit einem eigenen Unternehmen vereinbaren? Simon-Kuch lobte die Unterstützung ihres Mannes, ihrer Büroleiterin Christine Kaiser sowie den starken Rückhalt ihrer Familie. In Magdeburg verfüge sie über ein Büro mit Schlafmöglichkeit, um lange Wege und Hotelaufenthalte zu vermeiden.Glasfaser, „EBD“ und LänderfusionenZum stockenden Glasfaserausbau in Markwerben und Uichteritz versprach Simon-Kuch, beim Anbieter nachzuhaken. Über 30 Prozent der Haushalte hätten bereits Verträge abgeschlossen, bislang jedoch ohne sichtbare Fortschritte.Mit einem Augenzwinkern erklärte sie außerdem die Abkürzung „EBD – Elke bleibt dran“: eine eigene E-Mail-Adresse, über die Anliegen gesammelt und konsequent abgearbeitet würden. Zur Debatte um mögliche Zusammenlegungen von Bundesländern sprach sie sich klar für den Erhalt der Länder aus, plädierte jedoch für eine Verschlankung und Bündelung von Verwaltungsstrukturen, wo es sinnvoll sei. Schwimmhalle, Jugend und MehrgenerationenprojekteDie Frage zur Weißenfelser Schwimmhalle sorgte für Diskussion. Der Landesrechnungshof habe den Baustopp notwendig gemacht. Ein Neubau eines Stadtbades sei geplant, mit Kosten zwischen 15 und 22 Millionen Euro.Großen Raum nahm auch das Thema Jugendarbeit ein. Simon-Kuch berichtete von Schulbesuchen, Vorleseaktionen in Kitas und einem Jugendstammtisch, aus dem sogar ein Mehrgenerationenstammtisch entstanden sei. Eine WhatsApp-Gruppe „Weißenfels erleben“ solle junge Menschen besser vernetzen und über Angebote informieren. Blick nach vorn: S-Bahn, Kultur und InnenstadtKünftig wolle sie sich unter anderem messen lassen an einer besseren Taktung der S-Bahn, der Einrichtung einer Jugendkunstschule, der Weiterentwicklung des interkommunalen Industriegebiets sowie an offenen Baustellen wie der Müller-Drogerie in der Innenstadt.Auch Themen wie neue Parkflächen in der Marienstraße, leerstehende Gebäude in Burgwerben und die Zukunft der Stadtbibliothek wurden angesprochen. Simon-Kuch sieht die Bibliothek als wichtigen Standortfaktor und plant erneut ein Lesepicknick. Ein Abend des DialogsNach über zwei Stunden endete der offizielle Teil der Veranstaltung. In vielen Einzelgesprächen ging der Austausch jedoch noch weit über 22 Uhr hinaus, bevor Elke Simon-Kuch gemeinsam mit ihrem Team das Zentrum verließ.Ein offener, intensiver und thematisch breiter Wahlkampfauftakt. Ob man ihre Positionen teilt oder nicht – ihr Engagement vor Ort und der direkte Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern waren an diesem Abend unübersehbar. Die Entscheidung, ob Worte zu Taten werden, bleibt letztlich den Wählerinnen und Wählern überlassen. Bild und Videoaufzeichnungen der Veranstaltung wurden nicht gestatt. Verfasser: Karla Kolumna | 24.01.2026 |
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