Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler! 1 Million Stimmen für Frieden! Demo in Weissenfels!


Trotz beißender Kälte und eisigem Wind versammelten sich am 21.01.2026 auf dem Marktplatz von Weißenfels rund 30 bis 35 mutige Demonstranten zu einer Friedensdemo, die ein klares Signal an die Berliner Regierung sandte: Schluss mit der Kriegstreiberei!


Unter dem Motto „Lernen Sie Geschichte, Herr Bundeskanzler!“ forderten die Teilnehmer ein Ende der Waffenlieferungen in Krisengebiete, den Verzicht auf Wehrpflicht und eine echte Diplomatie statt bellizistischer Rhetorik. Die Veranstaltung, organisiert von lokalen Friedensinitiativen, wurde zu einer Plattform für scharfe Regierungskritik, die die Regierungs-Koalition und ihre EU-Verbündeten als Kriegsprofiteure und Verletzer internationalen Rechts entlarvte.

Die Demo begann mit einer herzlichen Begrüßung, in der die Härten der Soldaten in der Ukraine und Russland mit der Kälte der Teilnehmer verglichen wurde. „Die Soldaten in Russland oder in der Ukraine nehmen keine Rücksicht auf das Wetter“, hieß es, um die Entschlossenheit der Friedensbewegung zu unterstreichen.

Doch schnell ging es ans Eingemachte: Der neue ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov plane monatlich die Tötung von 50.000 Russen – eine grausame Eskalationslogik, die zeige, wie fern wir vom Frieden entfernt seien. Die Demonstranten warnten vor einer anhaltenden Korruption in der Ukraine, die die Umfragen von Präsident Selenskyj sinken lasse. Ein Zeichen, dass selbst in Kiew Unmut brodelt.

Besonders scharf fiel die Kritik an der deutschen Regierung aus. Ein offener Brief des US-Professors Jeffrey Sachs an Friedrich Merz wurde hervorgehoben: Warum suche Berlin keine Gespräche mit Russland? „Wer nicht mit Russland spricht, kann Russland auch nicht verstehen“, zitierte der Sprecher den Altbürgermeister Klaus von Dohnanyi. Der Brief beleuchtet NATO-Erweiterungen und Verträge, die von der Presse ignoriert würden – ein Appell an die Bürger, sich selbst zu informieren, statt auf die „nicht objektive“ Berichterstattung zu vertrauen.

Eine weitere Sprecherin erinnerte an das politische Vermächtnis der verstorbenen Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer, einer überzeugten Pazifistin und Erstunterzeichnerin des Friedensmanifests von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer. Vollmer, Gegnerin der Kriege in Kosovo, Irak und Afghanistan, hatte in ihrem letzten Essay – veröffentlicht als Gastbeitrag in der Berliner Zeitung – vor den Gefahren der Kriegsrhetorik gewarnt. „Das war mutig und wichtig“, betonte die Rednerin, „und sollte vielen in der Politik ein Beispiel sein, den Mund aufzutun.“

Höhepunkt der Demo war der Aufruf der Rostocker Friedensinitiative, eine Million Unterschriften für den Frieden zu sammeln. Die Resolution fordert: Keine Lieferungen von Geld, Waffen und Rüstungsgütern in Kriegsgebiete; Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht; Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland; Verbot von Kriegspropaganda in den Medien, insbesondere den öffentlich-rechtlichen; ein klares Nein zur „kriegstüchtigen“ Gesellschaft und zur schuldenbasierten Aufrüstung. Unterschriftenlisten lagen aus, und die Demonstranten versprachen, sich daran zu beteiligen. Ein Transparent mit „Eine Million Unterschriften“ symbolisierte die Ambition. „Wenn wir eine Million zusammenkriegen, können wir uns glücklich schätzen“, hieß es.

Die Kritik an der Regierung wurde in weiteren Redebeiträgen zum Ausdruck gebracht: „Die Gefahr kommt aus dem Osten“ – eine Phrase aus dem Dritten Reich, die nun zur Rechtfertigung von Aufrüstung missbraucht werde. Von der Leyen, spöttisch „die Gräfin von Brüssel“ genannt, verschenke 70 Milliarden Euro an die Ukraine, während Schulen und Krankenhäuser schließen. „Das Geld verpufft in Korruption und fließt zurück in US-Waffenlieferungen“, wurde kritisiert. Der 2+4-Vertrag, Grundlage der deutschen Einheit, werde von Deutschland, EU und NATO verletzt – eine Provokation, die Russland zur Kündigung bewegen könnte.

Schwere Vorwürfe galten der Unterdrückung der Meinungsfreiheit: Journalisten wie Alina Lipp und Thomas Röper werden sanktioniert, ihre Konten gesperrt. Sogar Mitarbeiter der Friedensbrücke, die seit 2014 humanitäre Hilfe im Donbass leisten, seien verhaftet worden. „Der Staat rüstet gegen die Meinungsfreiheit auf“, wurde gewarnt. Beleidigungsverfahren gegen Kritiker durch Marie-Agnes Strack-Zimmermann bringen Tausende Euro ein, während Sonderkommandos Häuser durchsuchen. „In einem Staat wie Deutschland muss man nachdenken, was da losgeht.“

Ein humorvoller, aber beißender Beitrag zog Parallelen zur Simpsons-Serie: Charles Montgomery Burns, der gierige Industrielle, der lügt, erpresst und manipuliert, erinnere an einen heutigen Politiker. Die Serie habe Ereignisse wie Trumps Präsidentschaft oder geopolitische Konflikte vorausgesagt – inklusive eines Dritten Weltkriegs. „Haben die damals von heute abgeschrieben?“, wurde sarkastisch gefragt. Der Appell: „Wir dürfen uns nicht gefallen lassen, was da oben veranstaltet wird. Wir müssen auf die Straße gehen und sagen: Ihr seid unsere Angestellten, nicht wir eure Knechte!“

Internationale Konflikte wurden ebenfalls beleuchtet: Trumps Anspruch auf Grönland, die Destabilisierung Venezuelas und drohende Angriffe auf den Iran als Beispiele imperialer Aggression. „Macht ersetzt Völkerrecht“, hieß es. Der Ukraine-Krieg sei ein NATO-Stellvertreterkrieg, der uns näher an einen Weltkrieg bringe. „Frieden ist kein naiver Traum, sondern eine politische Entscheidung.“

Die Demo endete mit einem Aufruf zur nächsten Veranstaltung am 18. Februar 2026 und der Mahnung: „Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen.“ Trotz der geringen Teilnehmerzahl – bedingt durch Kälte und Angst vor Repressionen – war die Botschaft klar: Die Friedensbewegung wächst. Herr Bundeskanzler, lernen Sie Geschichte! Die eine Million Stimmen für den Frieden könnten bald Realität werden – und Ihre Politik entlarven.

Dieser Artikel basiert auf dem Transkript der Demo-Reden und spiegelt die Stimmen der Teilnehmer wider. Er fordert zu kritischer Reflexion auf, ohne zu Gewalt aufzurufen.
Verfasser: АИИ  |  22.01.2026
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