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Die Krisenmacher rufen zur Vorsorge für Krisen auf - Was darf Satire?


Man könnte ja fast meinen, es sei eine satirische Aktion vonseiten der Politik: Genau diejenige, die Kriege anzettelt, Wirtschaften in Turbulenzen versetzt, international sanktioniert, Gesellschaften spaltet und nationale Gräben vertieft – diese selbe Politik ruft nun auf zur Vorsorge.



Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat in seinem Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ empfohlen, jede Bürgerin und jeder Bürger solle sich für zumindest drei, besser zehn Tage selbst versorgen können. (bbk.bund.de)

Doch dürfen wir diese Aufforderung überhaupt ungeprüft ernst nehmen? Und vor allem: Was erlaubt Satire — insbesondere, wenn sie aus jenem Lager kommt, das uns erst in die Krise geführt hat?

Politische Verursacher – und ihre Selbstinszenierung

Die Mechanismen sind bekannt: Eine Regierung unterstützt einen Krieg, involviert sich indirekt; Sanktionen werden beschlossen, Rückwirkungen auf die Wirtschaft absehbar; Märkte geraten ins Schwanken, Lieferketten brechen, Gesellschaften fragmentieren. Und dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, steht dieselbe Politik auf und sagt: „Der Bürger muss jetzt vorsorgen!“

Hereinspaziert in die Verantwortung – aber natürlich nicht die eigene, sondern Ihre, liebe Bürgerinnen und Bürger. Es wirkt wie eine groteske Inszenierung: Jemand verursacht den Brand – und verkauft Ihnen den Feuerlöscher.

Vorsorgeforderung – und ihre Ironie

Der Ratgeber des BBK empfiehlt: „Sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können. Aber auch ein Vorrat für zumindest drei Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.“ (bbk.bund.de)

Nun gut – man könnte sagen: Vernünftig. Nur: Wenn eben diese Aufforderung von denselben Kreisen kommt, die Krisen befördern, sogar verursachen, dann ist das zynisch. Während man Ihnen sagt, Sie sollten Vorräte anlegen, damit Sie die Folgen von Kriegen, Sanktionen, Energie- und Wirtschaftskrisen überstehen können – gerade weil diese eben verursacht werden durch politische Entscheidungen und geopolitische Machtspiele –, lautet die unausgesprochene Botschaft: „Wir haben zwar die Krise verursacht, aber Sie kümmern sich jetzt um Ihre eigene Versorgung.“

Von „Preppern“ zum Mainstream – aber warum so spät?

Erinnern wir uns: Noch vor wenigen Jahren galten Bevorratung von Lebensmitteln und ähnliches in weiten Teilen der öffentlichen Diskussion als Domäne von sogenannten „Preppern“ – also jener Personen, die aus Angst vor Gesellschaftszusammenbruch vorsorgten. Und häufig wurde diese Praxis mit rechter Szene-, Reichsbürger- oder Extremismus-Klischees verknüpft. Nun ruft das BBK – eine staatliche Einrichtung – ganz offiziell zur Bevorratung auf. Was heißt das? Dass plötzlich das, wofür man früher jemanden gesellschaftlich stigmatisierte („Ach, der Prepper wieder mit seinem Vorrat“), sich heute bei jedem als Pflicht aufdrängt. Und damit stellt sich die Frage: Wer macht hier eigentlich Satire?

Satire oder Selbst-Inszenierung?

Wenn ein Establishment, das mitverantwortlich ist für geopolitische Zündstofflagen, energetische Abhängigkeiten, wirtschaftliche Fragilitäten und gesellschaftliche Risse, nun sagt: „Liebe Bürgerinnen und Bürger — bitte sorgen Sie für Ihre eigene Sicherheit!“ – dann ist das kein satirisches Schauspiel sondern ernste Konsequenzen. Denn Satire darf vieles: kritisieren, überzeichnen, irritieren. Aber darf Satire auch aus dem Mund der Mächtigen kommen, wenn sie (die Verursacher) sich selbst als »Retter mit Ratschlägen« in Szene setzen? Wenn Sie als Bürger Vorräte anlegen, weil Sie nicht mehr der Politik vertrauen, dann ist das nicht nur Vorsorge. Es ist ein stiller Verweis darauf: „Ich kümmere mich selbst – weil ihr es nicht tut.“

Und genau das ist das Dilemma: Die Politik fordert das Handeln der Bürger, ohne das eigene Handeln in Frage zu stellen.

Das Versagen der Politik bei der Daseinsvorsorge

Dabei darf man nicht vergessen: Die Daseinsvorsorge – also die Sicherstellung von Wasser, Energie, Ernährung, Gesundheit und öffentlicher Sicherheit – ist originäre Aufgabe der Politik und Verwaltung. Sie ist der Kern staatlicher Verantwortung. Wenn also der Staat nun die Verantwortung zur Vorsorge an die Bürger delegiert, ist das das Eingeständnis des eigenen Versagens.

Anstatt alles daran zu setzen, Krisen zu vermeiden, Ressourcen zu sichern und Stabilität zu schaffen, schiebt die Politik die Verantwortung nun an den Einzelnen ab. Während sie selbst durch ideologisch getriebene Entscheidungen und wirtschaftliche Experimente Krisen verschärft, soll der Bürger stillschweigend Vorräte anlegen und dankbar sein, dass man ihn überhaupt gewarnt hat.

Das ist keine Vorsorgepolitik – das die ist politische Bankrotterklärung im Gewand von Bürgerverantwortung.

Verlust der Glaubwürdigkeit

Es ist keine Frage der Vorsorge an sich. Jeder kann und darf sich vorbereiten. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit, der Moral – und der Rolle von Politik und Verwaltung. Wenn die Politik, die Krisen verursacht, zur Vorsorge aufruft, dann müssen wir uns fragen: Ist das noch Satire? Oder ist es purer Zynismus mit staatlichem Siegel?

Zum offiziellen Ratgeber der Bundesregierung: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) → Ratgeber Vorsorgen für Krisen und Katastrophen.

Verfasser: АИИ  |  21.10.2025

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