Wenn große Politik das Volk ausbluten lässt - damals wie heute
Es klingt wie ein Märchen aus einer längst vergangenen Zeit – und doch könnte es genauso gut gestern passiert sein.
Anno 1179, mitten im Sommer, kam hohe Politik in ein kleines Dorf: Kaiser, Fürsten, Geistliche – alle im Namen der „großen Sache“ versammelt. Und wie es damals üblich war, bedeutete das für die Bevölkerung: arbeiten, liefern, parieren.
Die hohen Herren taten, was hohe Herren eben tun: viel reden, viel repräsentieren, und vor allem viel… genießen. Die einfachen Leute hingegen mussten ihre Arbeit liegen lassen, Vorräte opfern und ihre Zeit in den Dienst der „Staatsraison“ stellen – ob sie wollten oder nicht.
Heute? Nur die Kostüme haben sich geändert.
Statt in Kettenhemd und Samt reisen die Mächtigen im Maßanzug oder Kostüm an, statt Messen und Jagden gibt’s Gipfeltreffen und Sicherheitszonen. Aber das Prinzip ist das gleiche: Die Organisation und die Kosten trägt der kleine Mann, den Glanz kassieren andere. Die Folgen für die Wirtschaft – damals wie heute – spüren vor allem jene, die am wenigsten gefragt werden.Wie genau sich so ein „politisches Großereignis“ damals auf ein Dorf auswirkte, erzählt Volker Thurm in seinem Video „REGIERUNG zerstörte fast die WIRTSCHAFT beim Reichstag in Kayna“.
Und wer denkt, dass wir im 21. Jahrhundert weiter wären, sollte sich diese Geschichte unbedingt anhören – sie könnte aktueller kaum sein.
