Der Staatsfeind betreibt ein Autohaus - 5 Jahre Haft wegen Luxus-Autos nach Russland
Wir leben im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat. Orwell hätte sich so etwas wahrscheinlich kaum träumen lassen.
Kürzlich waren es Matrjoschkas aus Russland, die – als Geschenk gedacht – die Staatsanwaltschaft zum Handeln zwangen. Doch auch mit dem Verkauf von Autos kann man zum Staatsfeind werden.
So geschehen unter anderem in Mittelhessen. Wie Hessenschau und RT DE berichten, hatte sich ein Autohändler eines „schändlichen Verbrechens“ schuldig gemacht. Er verkaufte Luxuskarossen nach Russland – obwohl dies von der allseits beliebten Regierung in Deutschland und der EU untersagt wurde.
Er hat keine Panzer, Waffen oder anderes Kriegsgerät geliefert, das „der Russe“ gegen uns einsetzen könnte. Er hat Fahrzeuge deutscher Ingenieurskunst verkauft, mit denen die Besitzer sicherlich nicht ins Gefecht fahren oder deren Lack durch Drohnenangriffe gefährdet sehen wollen. Vielleicht sind jene, die sich Mercedes und BMW leisten können, alles andere als Putin-Freunde? Wurde das überhaupt berücksichtigt?
Eigentlich hat er alles richtig gemacht. Er hat den Russen in Eigeninitiative das Geld aus der Tasche gezogen, um es in Deutschland zu versteuern. Er hat Arbeitsplätze in Deutschland gesichert. Aber das war wohl komplett falsch.
Was lernen wir daraus?
1. Der Russe darf keine deutschen Autos fahren.2. Besser man macht nichts, um nichts falsch zu machen – ganz getreu dem Motto von vor über 35 Jahren. Damals hieß es: Wer nichts macht, macht nichts falsch. Und wer nichts falsch macht, bekommt eine Auszeichnung.
3. Orwell war ein Optimist, oder?
Dem Autohändler drohen nun fünf Jahre Haft.
