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Zukunftsdialog Teil 3 - Bestehende Immobilien erhalten statt Neubau auf der grünen Wiese


Im dritten Teil des Zukunftsdialogs „Wie soll sich unser Burgenlandkreis bis 2038 entwickeln?“ rückte ein hochaktuelles Thema in den Fokus: Der Umgang mit Bestandsimmobilien – also Gebäuden, die bereits existieren, aber zunehmend von Leerstand und Verfall bedroht sind.



Unter dem Leitgedanken der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft stellte ein Beitrag die provokante Frage: Warum bauen wir neu, wenn wir den Bestand retten können?

Flächenversiegelung vermeiden – Ressourcen erkennen

Im Zentrum stand die Zielsetzung der Bundesregierung, den Nettoflächenverbrauch bis 2050 auf null zu senken. Das bedeutet konkret: weniger Neubauten auf bisher unbebauten Flächen, mehr Fokus auf bestehende Strukturen. Gleichzeitig gibt es in vielen Orten leerstehende Häuser, brachliegende Gewerbeflächen – und paradox: Wohnraummangel. Die offensichtliche Lösung liegt also im Bestand.

Leerstand als Chance – Perspektivwechsel notwendig

Fatina Siwczak regte einen radikalen Perspektivwechsel an: „Was wäre, wenn wir leerstehende Gebäude nicht als Last, sondern als Rohstofflager betrachten?“ Viele dieser Immobilien – oft solide Bauwerke aus dem 18. oder 19. Jahrhundert – könnten bei rechtzeitiger Pflege ein „nahezu ewiges Leben“ haben. Anstatt ihren langsamen Verfall zu akzeptieren, sollte frühzeitig gehandelt werden. Gerade Backsteingebäude bergen enormes Potenzial – baulich und ästhetisch.

Kommunen als Akteure – aktiv statt passiv

Besonders im ländlichen Raum zeigt sich der Handlungsbedarf. Typisches Szenario: Eine ältere Person lebt allein auf einem großen Dreiseitenhof. Nach ihrem Tod droht Leerstand. Warum nicht als Kommune frühzeitig eingreifen? Diese Immobilien sind Werte vor Ort – warum nicht aktiv vermarkten, vermitteln oder Konzepte zur Nachnutzung entwickeln? Gerade gewerbliche Brachflächen könnten zentral verwaltet und in den Nutzungskreislauf zurückgeführt werden.

Unkonventionelle Lösungen statt Neubaugebiete

Der klassische Weg – Ausweisung neuer Baugebiete auf der „grünen Wiese“ – steht im krassen Gegensatz zur angestrebten Flächenkreislaufwirtschaft. Dabei könnten kreative, unkonventionelle Wohnkonzepte und flexible Raumnutzungen echte Alternativen bieten. Ziel muss es sein, Menschen für den ländlichen Raum zu begeistern – mit Charme, Geschichte und bezahlbarem Wohnraum.

Appell: Der Bestand ist kein Problem, sondern ein Schatz

Die bestehende Struktur ist keine Belastung – sie ist eine Ressource. Es braucht nur Mut, Innovation und vor allem eine frühzeitige, koordinierte Herangehensweise. Denn jede nicht verfallene Immobilie ist ein gerettetes Stück Geschichte – und eine Chance für die Zukunft.

Fortsetzung folgt…

Verfasser: Американский искусственный интеллект  |  10.07.2025

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