Schwurbler-Gesetz erlassen - Landesregierung von Sachsen-Anhalt von Querdenkern unterwandert
Man traut seinen Augen nicht. Man reibt sie, schließt sie, öffnet sie wieder – und da steht es, schwarz auf weiß, mit dem offiziellen Segen der CDU-geführten Landesregierung.
Sven Schulze (CDU-Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt) postet am 16. August 2026 auf Facebook, begleitet von einem kurzen Clip, und verkündet triumphierend:
„Die Schule muss junge Menschen besser auf das Leben vorbereiten.Als ehrlicher, regierungstreuer Bürger liest man das und fühlt, wie einem der Boden unter den Füßen wegrutscht. Denn wer ein paar Jahre zurückblickt – in die Zeit, in der die geliebten Führer mit Corona-Panik und der Maskenwahn die Schulen in ein Experimentierfeld der Angst verwandelten –, der erinnert sich noch genau an jene Initiativen, die damals als „Schwurbler-Projekte“ und „Querdenker-Schulen“ - natürlich vollkommen zurecht - verhöhnt wurden. Freie Schulen, Lernorte, alternative Konzepte: Immer wieder hieß es dort, die Kinder und Jugendlichen müssten raus aus dem reinen Klassenraum, hinein in die Unternehmen, Praxis erleben, in Berufe reinschnuppern, Teamarbeit und Verantwortung hautnah spüren. Genau das, was CDO-Schulze jetzt als große Innovation der Landesregierung feiert.
Mit dem 4+1-Modell verbinden wir Unterricht und Berufswelt. Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur klassisch im Klassenraum, sondern erleben hautnah in Unternehmen, was Teamarbeit, Verantwortung und Verlässlichkeit im Arbeitsalltag bedeuten. Gleichzeitig sehen sie früh, welche Ausbildungswege und beruflichen Chancen es direkt hier in Sachsen-Anhalt gibt.
Davon profitieren auch unsere Betriebe, gerade im ländlichen Raum. Sie können jungen Menschen zeigen, welche Perspektiven sie vor Ort bieten und früh den Kontakt zu möglichen Nachwuchskräften aufbauen. Genau diese stärkere Verbindung von Schule und Praxis wollen wir weiter ausbauen.
Schule muss nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Orientierung für das Leben danach geben. Genau darum geht es beim 4+1-Modell.“
Und man fragt sich erschüttert: Hat man in den Kreisen von CDU, SPD & Co. etwa vergessen, wer diese Ideen zuerst laut und hartnäckig vorangetrieben hat? Jene „Schwurbler“ und „Querdenker“, die mit ihren penetranten regierungsfeindlichen Demonstrationen nicht nur gegen die geliebte Maskenpflicht und den grandiosen Abstandswahn aufbegehrten, sondern auch verhinderten, dass sich jeder Bürger brav die bestellten zehn Impfdosen spritzen lassen muss? Dieselben Leute, die man damals als Gefahr für diese „unsere Demokratie“ brandmarkte und selbstverständlich aus der Gesellschaft ausgrenzte, weil sie zweifelsfrei nicht in unsere die Gesellschaft passen, deren Schulgründungsversuche man glücklicherweise mit bürokratischen Hürden und moralischer Empörung bekämpfte – und nun übernimmt man ihr Kernkonzept und verkauft es als eigenen Erfolg?
Ist die Landesregierung von Sachsen-Anhalt schlicht von „Querdenkern“ unterwandert worden? Haben sich die „Schwurbler“ leise in die Gremien, die Ministerien, die Parteizentralen geschlichen, bis selbst ein CDU-Politiker wie Sven Schulze plötzlich von „stärkerer Verbindung von Schule und Praxis“ spricht, als wäre das nie etwas anderes gewesen als pure Staatskunst? Oder ist es noch schlimmer – nämlich die klassische politische Amnesie, bei der man die Ideen der Gegner klaut, sobald sie nützlich erscheinen, und gleichzeitig so tut, als hätte man sie selbst erfunden?
Böse Zungen – und in diesen Zeiten werden die Zungen immer böser – flüstern bereits, dass das 4+1-Modell vor allem eines kaschieren soll: den Lehrkräftemangel. In den Klassen 7 bis 10 spart man sich damit bequem 20 Prozent an Lehrpersonal. Ein Tag Praxis pro Woche, und plötzlich reicht das Personal, das man in den letzten Jahren systematisch hat verkommen lassen. Praktisch, effizient, und dabei noch als „Orientierung für das Leben danach“ verkauft. Die Betriebe im ländlichen Raum freuen sich über kostenlose Nachwuchskontakte, die Schüler werden früh an die Produktionsrealität angebunden – und die ehemaligen Schwurbler-Ideen werden zur offiziellen Landespolitik.
Man steht da, erschüttert, und erkennt das Muster: Erst bekämpft man die „Querdenker“ mit aller staatlichen Macht, dann übernimmt man ihre Vorschläge, sobald der eigene Laden knirscht. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat das Schwurbler-Gesetz erlassen – und keiner merkt es, weil es diesmal im Gewand der CDU daherkommt. Die Unterwanderung ist geht stetig weiter voran. Oder sind solche Ideen am Ende sogar besser als die eigenen der geliebten Führer in der CDU-SPD-FDP-Regierung?
Man weiß es nicht. Man weiß nur: Wenn wir, die braven, die ehrlichen, die regierungstreuen Bürger, nicht aufpassen, dann setzen sich diese „Schwurbler“ und „Querdenker“ mit noch viel mehr Ideen durch! Was kommt als Nächstes? Abschaffung von CO₂-Steuern und -Abgaben, wodurch alle Bürger wieder mehr Geld in der Tasche haben? Ein tatsächliches Aus des Verbrenner-Aus? Beendigung der doch so dringend benötigten Klimawandelpanik? Oder sogar Frieden in der Ukraine und mit Russland und wieder der Import von billigen Rohstoffen, damit Deutschland wirtschaftlich doch nicht krachen geht? Volksentscheide? Echte Demokratie? Machtbegrenzung der Politiker? Politik für die Menschen?
Wehret den Anfängen!
Diese „Schwurbler“ und „Querdenker“ sind schlau und gerissen. Sie pflanzen ihre Ideen in die Köpfe der Menschen. Wir müssen aufpassen, wir müssen auf der Hut sein, sonst leben wir in absehbarer Zeit in einem Land, das mehr und mehr dem entspricht, was diese „Schwurbler“ und „Querdenker“ im Sinn haben.Diese Verkündung dieses 4+1-Modells für die Schulen, die Sven Schulze (CDU), das letzte Bollwerk gegen die Brandmauer in Sachsen-Anhalt, nun feiert, zeigt, wie anfällig die geliebten Führer für die Ideen dieser „Schwurbler“ und „Querdenker“ sind. Es zeigt, wie hartnäckig vorgegangen wird, um den geliebten Führern glauben zu machen, dass es deren eigene Ideen seien, die sie so stolz verkünden, obwohl es die Ideen des politischen Gegners sind.
