Deutsch English Français Español Türkçe Polski Русский Română Українська العربية
Wise

„Erfahrung statt Experimente“ - Der ultimative Wahlkampf-Witz der Willingmann-SPD


Ach, was für ein erfrischender Beitrag! Am 18.06.2026 hat Armin Willingmann, SPD-Wissenschaftsminister und Spitzenkandidat, mal wieder bewiesen, warum die Genossen in Sachsen-Anhalt einfach unverzichtbar sind.



Willingmanns Meisterwerk: Die SPD zeigt, warum sie genau das ist, was Sachsen-Anhalt braucht – nämlich gar nichts mehr

Mit der bescheidenen Ankündigung „Dafür steht wir als @spd_sachsenanhalt“ und einem Video, das vor Zuversicht nur so trieft, hat die Partei ihre Kampagne für 2026 vorgestellt. 40.000 Plakate! 1.100 Großaufsteller! Tür-zu-Tür-Gespräche! Das ist nicht einfach Wahlkampf – das ist eine Demonstration von Ernsthaftigkeit.


Im Video-Clip wird es schön eingeblendet: „Erfahrung statt Experimente“. Das ist nicht nur der neue Slogan der SPD Sachsen-Anhalt – das ist unfreiwillige Komik auf höchstem Niveau. Nach Jahrzehnten Mitregieren, nach Willingmanns langer Zeit als Minister (Wissenschaft, Energie, Klimaschutz, Umwelt) kommt die Partei daher und tut so, als wäre sie die Stimme der bewährten Vernunft gegen die bösen „Experimente“ der anderen.

Erfahrung? Ja, die haben sie. Die bittere Erfahrung, wie man ein Land mit kaputt regiert. Die Erfahrung, wie man die hart arbeitende Mittelschicht Jahr für Jahr mehr belastet. Die Erfahrung, wie man „soziale Gerechtigkeit“ predigt, während man gleichzeitig Bundes-SPD-Politik mitträgt, die Aufrüstung, Energiepreis-Explosionen und Sozialabbau produziert. „Erfahrung statt Experimente“ – das klingt, als hätte die SPD nicht selbst jahrelang mit der Energiewende, der Migrationspolitik, dem Klimawahn und diversen rot-grünen Gesellschaftsexperimenten herumexperimentiert. Und jetzt, wo das Ergebnis überall sichtbar ist (Industrieabwanderung, hohe Energiepreise, marode Infrastruktur, überforderte Behörden), posieren sie als die Stabilitäts-Profis.

Wie herrlich! Willingmann mit seiner „zehnjährigen Arbeit als Regierungsmitglied“ will uns weismachen, genau diese Erfahrung qualifiziere ihn, weiterzumachen. Dieselbe Erfahrung, die dazu geführt hat, dass die SPD in Umfragen um die 6-7% dümpelt und um den Einzug in den Landtag bangen muss.

„Stabilität aus der Mitte“

Im Clip erklärt der Professor mit der ihm eigenen sonnigen Gelassenheit: „Die SPD Sachsen-Anhalt, sie ist der Garant für eine stabile Regierung aus der Mitte heraus.“ Wie wunderbar! Nach Jahrzehnten Mitregieren ist „Stabilität aus der Mitte“ offenbar genau das, was man braucht, wenn das Land wirtschaftlich vor sich hin dümpelt und die Menschen langsam merken, dass „Mitte“ hier vor allem bedeutet: immer schön in der Mitte zwischen Versagen und noch mehr Versagen stehen bleiben.

Weiter heißt es: „Wir wollen nicht Kompromisslosigkeit zum Politikstil erheben, sondern wir wollen vernünftig ausgleichen zwischen den unterschiedlichen Interessen und natürlich für die Schwächeren in dieser Gesellschaft, für die hartarbeitende Mittelschicht deutlich etwas erreichen.“ Das ist pure Poesie. „Deutlich etwas erreichen“ – nach all den Jahren in Regierungsverantwortung klingt das wie das enthusiastische Versprechen eines Mannes, der gerade entdeckt hat, dass Wasser nass ist. Aber natürlich: Die SPD als „Bollwerk gegen Rechts“ und Retter der „Zukunft Sachsen-Anhalts“. Bravo! Offenbar reicht es aus Sicht von Willingmann und der SPD völlig, das eigene Scheitern in rosarote Zukunftssprache zu packen und mit 40.000 Plakaten zuzukleistern.

Schauen wir uns an, was diese „Mitte“ in Wirklichkeit bedeutet. Die Bundes-SPD unterstützt (und Willingmanns Truppe applaudiert dazu) eine Politik, bei der Verteidigungsminister Pistorius (SPD) Milliarden für Rüstungsexporte in die Ukraine freigibt – 2025 allein rund 2 Milliarden Euro Genehmigungen für die Ukraine. Deutschland soll die „stärkste konventionelle Armee“ in der EU werden, Wehrpflichtdebatten laufen, und es wird von „Kriegstüchtigkeit“ gefaselt. Gleichzeitig fehl es an vielen Ecken und Enden in Sachsen-Anhalt. Aber hey: „Bollwerk gegen Rechts“ und „Zukunft Sachsen-Anhalts“ – das klingt doch viel schöner als „Kriegstreiberei mit Steuergeldern“.

Klimawahn inklusive

Willingmann ist schließlich Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt. Die SPD treibt den CO₂-Preis voran, der Heizen, Autofahren und Strom noch teurer macht – alles im Namen der „Zukunft“. Für die hart arbeitende Mittelschicht bedeutet das: höhere Nebenkosten, während die Industrie abwandert und die Energiepreise explodieren. Aber keine Sorge, die SPD verspricht ja „soziale Gerechtigkeit“. Irgendwann. Vielleicht. Nach den nächsten 40.000 Plakaten.

Sozialabbau? Aber bitte mit Anstand!

Die SPD in Berlin hatte die Harz-4-Gesetze auf den Weg gebracht, deren Kürzung des Existenzminimums als Sanktion erst nach Jahren als verfassungswidirg erklärt wurde. Nicht weil die SPD dies selbst erkannte, sondern weil Betroffene den langen gerichtlichen Weg gegangen sind. Die SPD hat beim Bürgergeld mitgemacht und zugestimmt, dass es 2026 keine Erhöhung gibt – trotz Inflation. Stattdessen mehr Sanktionen, strengere Mitwirkungspflichten, Umbenennung in „Grundsicherung“. Die arbeitende Bevölkerung soll nicht „ausgenutzt“ werden, sagt die SPD. Gleichzeitig fließen Milliarden ins Ausland und in Rüstung. „Für die Schwächeren etwas erreichen“ – klar, indem man ihnen die Regelsätze einfriert und das Geld woanders verballert.

Der besonders perfide Teil: Menschen mit Behinderung in Sachsen-Anhalt

Hier zeigt sich die wahre „soziale Gerechtigkeit“ der Willingmann-SPD. Betroffene müssen ständig und verzweifelt für ausreichende Assistenzleistungen und ihr Recht auf Selbstbestimmung kämpfen. Die Sozialbehörden – im Auftrag dieser Politik – verweigern oder kürzen Leistungen, obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention ein selbstbestimmtes Leben mit persönlicher Assistenz ausdrücklich fordert. Rahmenverträge werden reformiert, Sparmaßnahmen durchgedrückt, Persönliche Budgets erschwert. Während Willingmann von „Interessenausgleich“ schwafelt, müssen Rollstuhlfahrer und ihre Familien vor Gericht ziehen, um das zu bekommen, was ihnen rein rechtlich zusteht. Das ist kein Einzelfall – das ist System. Die SPD redet von Inklusion und Teilhabe, aber vor Ort sparen die Behörden genau dort, wo echte Hilfe gebraucht wird.

Die Kommentarspalte – das wahre Volksurteil

Wie schön, dass die eigenen Anhänger das auch so sehen. Martina Schreiner jubelt: „Immer sieht man sie gut gelaunt. Das ist das beste Unterscheidungsmerkmal zu den AfD-Kandidaten. [...] Mit Ihnen in die Zukunft, Herr Prof. Willlingmann!!!“ Ja, gut gelaunt! Während das Land realpolitisch im Sinkflug ist, strahlt Willingmann wie ein Mann, dem noch niemand die Rechnungen gezeigt hat. Andere Kommentatoren sind da direkter und ehrlicher.

„Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten“, schreibt Henry Leder – ein Klassiker, den die SPD offenbar immer noch nicht verstanden hat. „Nichts ist so überflüssig wie die SPD“, „SPD nein Danke“, „Ihr habt das Land Jahrzehnte mit kaputt regiert“, „Pure Verschwendung, SPD ➡️ machtgeil, meldgeil und verlogen“. Und natürlich der Evergreen: „Wieso braucht man solche Ansagen, wenn man seit 2006 in der Regierung ist?“ (Toni Olzem). Gute Frage. Sehr gute Frage.

Ein besonders feiner Beitrag kommt von Ingo Wossi: „SPD Antidemokraten und hoffentlich unter 5%“. Oder René Henke, der die SPD mit allerlei historischen und aktuellen Vorwürfen bedenkt – von Impfungen bis hin zu tieferen Verschwörungsthemen. Die Stimmung in den Kommentaren ist klar: Die Menschen haben genug von der ewigen Selbstbeweihräucherung einer Partei, die seit Ewigkeiten mitregiert und trotzdem so tut, als käme sie frisch und unverbraucht aus der Opposition.

Danke für die Ehrlichkeit

Lieber Armin Willingmann, liebe SPD Sachsen-Anhalt: Weiter so! Bleibt genau bei diesem Stil. 40.000 Plakate mit denselben Phrasen von „sozialer Gerechtigkeit“, „Interessenausgleich“ und „Bollwerk gegen Rechts“. Ignoriert die Kommentare, die euch zurufen, dass die Menschen andere Politik wollen. Bleibt bei Tür-zu-Tür-Gesprächen – die werden sicher großartig laufen, wenn der Bürger die Rechnung für eure Großaufsteller bezahlt hat und dann erfährt, dass die „hart arbeitende Mittelschicht“ wieder mal die Zeche zahlen darf.

Ihr seid das perfekte Bollwerk. Ein Bollwerk gegen Erneuerung. Ein Bollwerk gegen echte Veränderung. Ein Bollwerk gegen alles, was nach 2026 noch irgendwie lebendig aussehen könnte. Und das Schönste: Ihr macht es selbst so offensichtlich, dass selbst die treuesten Genossen langsam nervös werden.

Aber hey – immer schön gut gelaunt bleiben. Die Titanic-Kapelle hat auch bis zum Schluss gespielt.


Verfasser: АИИ  |  21.06.2026
Jeden Tag neue Angebote bis zu 70 Prozent reduziert

Weitere Artikel
Rückforderung des Rundfunkbeitrags wegen Sommerinterview mit Alice Weidel

Rückforderung des Rundfunkbeitrags wegen Sommerinterview mit Alice Weidel

Im Netz kursiert ein Musterschreiben, mit dem eine Rückerstattung bzw. Rückforderung des Rundfunkbeitrags für den Monat Juli 2025 wegen d…
zum Artikel »
Kriegsvorbereitung: NATO plant Pipeline quer durch Deutschland

Kriegsvorbereitung: NATO plant Pipeline quer durch Deutschland

Was man so am Vorabend einer wichtigen Bundestagswahl lesen muss, ist teilweise erschütternd.…
zum Artikel »
Gespenster in Weißenfels - oder ist der Oberbürgermeister hellsichtig?

Gespenster in Weißenfels - oder ist der Oberbürgermeister hellsichtig?

Es war der 17. März 2025, als die Weißenfelser Bevölkerung zu einer denkwürdigen Info-Veranstaltung zusammenkam. Thema: Der gewünschte …
zum Artikel »
Großer Erfolg! Renaturierung des Chemiedreiecks Leuna-Bitterfeld-Wolfen-Schkopau kann bald Realität werden

Großer Erfolg! Renaturierung des Chemiedreiecks Leuna-Bitterfeld-Wolfen-Schkopau kann bald Realität werden

Die Wirtschafts- und Energiepolitik der bisherigen Bundesregierungen trägt weitere Früchte des Erfolgs – mehr Grün in Deutschland.…
zum Artikel »
Warum keine vorgezogenen Neuwahlen in Sachsen-Anhalt?

Warum keine vorgezogenen Neuwahlen in Sachsen-Anhalt?

In Sachsen-Anhalt ist eine politische Debatte entfacht, die über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt. Ministerpräsident Reiner …
zum Artikel »
UNI-Klinik Leipzig lässt Patienten mit Behinderung abzocken

UNI-Klinik Leipzig lässt Patienten mit Behinderung abzocken

Wer als Patient mit Schwerbehinderung zur UNI-Klinik Leipzig fährt, sollte sich besser nicht darauf verlassen, dass Menschlichkeit oder Ver…
zum Artikel »
Lotto
der offizielle Kanal der Bürgerstimme auf Telegram   der offizielle Kanal der Bürgerstimme auf YouTube   Bürgerstimme auf Facebook
Unterstützen Sie das Betreiben dieser WebSite mit freiwilligen Zuwendungen:
via PayPal: https://www.paypal.me/evovi/12

oder per Überweisung
IBAN: IE55SUMU99036510275719
BIC: SUMUIE22XXX
Konto-Inhaber: Michael Thurm