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Masken-Fetisch, Gleichschritt und Testwahn - Mit Landrat Götz Ulrich (CDU) in Erinnerungen schwelgen


Ah, welch eine Sternstunde deutscher Verwaltungskunst! Heute, am 26. Mai 2026, schwelgen wir voller Hochachtung in den Erinnerungen an die digitale Pressekonferenz des hochverehrten Landrats Götz Ulrich vom 4. November 2021. Ein wahres Meisterwerk der Besonnenheit. Ein Lehrstück in verantwortungsvoller Führung. Chapeau!


Der Landrat, neben seiner Dezernentin Dr. Ariane Körner, strahlte pure Umsicht aus. Besonders rührend: Obwohl die beiden nur etwa 1,5 Meter voneinander entfernt saßen, setzten sie stets brav die FFP2-Maske auf, sobald sie nicht sprachen. Welch disziplinierte Vorbildfunktion! „Seht her, wir nehmen es ernst“ – eine nonverbale Meisterleistung.

Der heilige Gleichschritt – „einheitlich agieren“ als höchstes Gut

Mit geradezu bewundernswerter Konsequenz betonte Ulrich seine Philosophie der Einheit. Er sagte wörtlich:
„Mein Ziel besteht eigentlich daran, sich nicht zu sehr von den landesweiten Regeln zu entfernen und möglichst einheitlich mit den Kolleginnen und Kollegen in den Nachbarkreisen zu entscheiden.“
Herrlich! Warum sollte ein Landrat in einem Landkreis mit weit über 176.000 Einwohnern auch eigenständig denken, wenn man sich stattdessen nahtlos in den großen deutschen Gleichschritt einreihen kann? Verhältnismäßigkeit? Lokale Verantwortung? Unwichtige Details.

Die dramatischen Zahlen – und die weisen Schlüsse daraus

Mit stolzgeschwellter Brust wurde verkündet:
„Wir haben heute eine 7 Tage Inzidenz von 233 [...] Bei der Hospitalisierungsrate [...] dieser Wert liegt zur Zeit bei 10,14. [...] im Burgenlandkreis.“
Und weiter zur Lage in den Kliniken:
„33 Personen auf der Normalstation und drei Personen auf der ITS [...], die Corona infiziert sind.“
„Infiziert“, aber auch tatsächlich einzig und allein an diesem Virus erkrankt?

Bei einem Landkreis dieser Größe eine Hospitalisierungsrate von 10,14 pro 100.000 – wahrlich ein Notstand, der nur mit einem Mittel bekämpft werden konnte: flächendeckender Testzwang.

Der geniale Widerspruch bei Geimpften und der Vergleich zu seltenen Krankheiten

Noch meisterhafter wurde es bei Schulen und Pflegeheimen. Ulrich und Dr. Körner ließen auch Geimpfte und Genesene wieder testen. Zur Begründung hieß es, man wolle vor allem den Lehrkörper schützen und „Impfdurchbrüche“ früh erkennen. In den Schulen sollte sich das Personal (also auch die geimpften Lehrer) zweimal wöchentlich testen – genau wie die Schüler. In den Heimen sogar täglich für das Personal.

Welch wunderbarer logischer Feinschliff! Die Impfung galt doch als sicherer Schutz – und trotzdem mussten gerade die „Geschützten“ wieder zum Teststäbchen greifen.

Zum Vergleich mit seltenen Krankheiten (laut WHO): Die Weltgesundheitsorganisation definiert seltene Krankheiten typischerweise als solche, die weniger als 50 Personen pro 100.000 Einwohner betreffen. Die Hospitalisierungsrate von 10,14 pro 100.000 lag also weit unter dieser Schwelle – und dennoch löste Landrat Götz Ulrich (CDU) im Burgenlandkreis breitflächige Testpflichten, Kontrollen und Symbolmaßnahmen aus. Welch beeindruckende Großzügigkeit bei der Definition von „Handlungsbedarf“! Man könnte fast meinen, COVID-Hospitalisierungen wurden nach anderen, deutlich sensibleren Maßstäben behandelt als echte seltene Erkrankungen.

Impfquoten damals – die perfekte Kulisse für noch mehr Tests

Im Burgenlandkreis selbst nannte Dr. Körner während der PK eine Impfquote von 60,64 %. Das passt zum damaligen Stand in Sachsen-Anhalt (bundesweit etwas höher). Deutschlandweit lag die Quote im Oktober/November 2021 bei etwa 65–70 % bei den mindestens einmal Geimpften bzw. voll „Grundimmunisierten“ (je nach genauer Datumsangabe und Quelle; die offiziellen RKI-Zahlen bewegten sich in diesem Bereich, mit regionalen Unterschieden).

Trotz dieser bereits respektablen Durchimpfung wurde der Testzwang für Geimpfte reaktiviert. Ein Geniestreich der Prävention!

Die überhörte Wahrheit versuchte sich ans Licht

Besonders herrlich war die Ausführung von Frau Dr. Treu zur Situation im betroffenen Pflegeheim in Weißenfels: Hier wurde offen eingeräumt, dass bei dem Ausbruch 7 von 8 infizierten Mitarbeiterinnen geimpft waren und 11 von 14 infizierten Bewohnern ebenfalls. Die Durchimpfungsquote - auch beim Booster - im Heim war also vorbildlich hoch.

Und dann folgte diese wunderbare, entwaffnende Klarstellung:
„Und als Anmerkung ist es ja so, dass die Impfung nicht direkt vor der Erkrankung schützt, aber vor der Schwere des Krankheitsverlaufes. [...] Aber die Erkrankung, die schwere der Erkrankung ist bei Ungeimpften natürlich schwerer.“
Welch geniales Timing! Genau zu diesem Zeitpunkt, als im gesamten Burgenlandkreis lediglich drei Personen auf der Intensivstation lagen, gab eine Amtsärztin öffentlich zu, was Monate zuvor noch als bösartige „Verschwörungstheorie“ und „Impfskeptiker-Propaganda“ gebrandmarkt worden war: Die Impfung schützt nicht vor der Infektion selbst, sondern bestenfalls vor schweren Verläufen.

Trotz dieses offenen Eingeständnisses und der hohen Impfquote im Heim zog man die logische Konsequenz daraus… noch strengere Testpflichten auch für Geimpfte einzuführen.

Ein wahres Meisterwerk an intellektueller Konsistenz und politischer Hygiene. Man könnte fast meinen, das Narrativ von der „Pandemie der Ungeimpften“ habe hier leise, aber unüberhörbar Risse bekommen. Aber natürlich nur fast. Schließlich war ja alles unter Kontrolle – mit drei ITS-Patienten und massenhaft neuen Tests.

Chapeau, Frau Dr. Treu. Das war eine der ehrlichsten und gleichzeitig verräterischsten Stellen der gesamten Konferenz.

Symbolpolitik vom Feinsten

Luftfilter, CO2-Ampeln, Briefe an alle über 70-Jährigen für die Auffrischungsimpfung – das volle Programm wurde aufgefahren. Und natürlich die Kontrollen der Testzentren, weil man sicherstellen wollte, „dass die Testergebnisse auch verlässlich sind“. Alles mit der ruhigen Hand des erfahrenen Verwalters.

Fazit aus dem Mai 2026 – mit einem wehmütigen, ironischen Lächeln

Lieber Herr Landrat Götz Ulrich, Sie waren ein wahrer Held Ihrer Zeit. Ein Mann, der ertestete Inzidenzen ernst nahm, Einheit über alles stellte und bei einer Hospitalisierungsrate, die unter der WHO-Schwelle für seltene Krankheiten lag, genau das Richtige tat: Testen, testen, testen – auch die bereits zu über 60 % Geimpften.

Die RKI-Files und die Enquete-Kommissionen des Bundestages haben später manches in ein etwas anderes Licht gerückt: unsichere Datengrundlagen, politisch motivierte Entscheidungen, überschätzte Maßnahmen und die begrenzte Wirkung auf die Transmission. Aber das schmälert Ihre Leistung von 2021 keineswegs.

Sie haben vorbildlich mitgemacht. Sie haben einheitlich gehandelt. Sie haben das getan, was von einem guten deutschen Landrat erwartet wurde. Sie haben die gesamte Bevölkerung im Burgenlandkreis meisterhaft drangsaliert.

Und dafür gebührt Ihnen heute, Jahre später, unser allerironischster, tiefster Respekt.

Ein ebenso herzlicher Dank geht selbstverständlich an die braven Mitarbeiter der Verwaltungen und große Teile der Bevölkerung des Burgenlandkreises. Ihr habt euch untertanengleich und diszipliniert gefügt, habt ohne nennenswertes Murren die Masken getragen, die Testpflichten brav erfüllt und heldenhaft als Versuchskaninchen am größten medizinischen Feldversuch der Nachkriegszeit teilgenommen – stets loyal und ohne lästiges Hinterfragen.

Abgesehen natürlich von diesen unerträglichen Schwurblern, Querdenkern, Maßnahmekritikern und Impfverweigerern, die mit ihrer ständigen Skeptik die schöne Einheit gestört haben. Ihr, die folgsamen Bürger, wart die eigentlichen Helden dieser Zeit: still, gehorsam und jederzeit bereit, für das höhere Gut eure Freiheit und eure Vernunft abzugeben.

Vielen Dank für euren vorbildlichen Kadavergehorsam. Der von vielen geliebte Landrat Götz Ulrich (CDU) kann wirklich stolz auf euch sein.

Welch eine Zeit. Welch ein Theater. Welch eine Erinnerung. Man könnte fast wehmütig werden.

Fast.

Verfasser: АИИ  |  26.05.2026
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