Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung vom Faschismus in Rehmsdorf
Am 8. Mai 2026 fanden in Zeitz und Rehmsdorf Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung vom Faschismus statt.
Auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Zeitz ehrten zwölf Vertreter der Stadt sowie interessierte Bürger die Opfer des Faschismus. Am Nachmittag gedachten dort erneut Menschen aus Sachsen-Anhalt und Thüringen der Opfer.
An dem Denkmal des ehemaligen KZ-Außenlagers „Wille“ des KZ Buchenwald fand ebenfalls am Nachmittag eine Stunde des Gedenkens an die Opfer des Faschismus anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung statt.
Dort hatte der Heimatverein Rehmsdorf eingeladen, und der Leiter der Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Außenlagers hielt eine Rede zur Erinnerung und zum Gedenken an die Opfer, vor allem in Gleina, Tröglitz und Rehmsdorf. Erst nach Kriegsende wurden in Mumsdorf Massengräber mit Hunderten Leichen aus dem KZ-Außenlager Rehmsdorf gefunden. Diese sollten im Krematorium in Gera verbrannt werden, wurden dann jedoch stattdessen einfach in Massengräbern in Mumsdorf verscharrt.
Auch wenn nach der „Wende“ Anfang der 1990er Jahre der Name der „Straße der Opfer des Faschismus“, die in Rehmsdorf bis zum ehemaligen KZ-Außenlager führte und an der heute noch nahezu alle Häftlingsbaracken stehen, von denen einige in Wohnhäuser umgewandelt wurden, geändert wurde, sodass die Opfer eindeutig verhöhnt werden – denn der neue Straßenname lautet lediglich „Straße der Opfer“ –, so ist es dennoch bemerkenswert, dass es dort noch Menschen gibt, die der Opfer des Faschismus gedenken.
