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Genial daneben: Wie Armin Willingmann (SPD) mit brillanter Rhetorik die Realität ausblendetMit bewundernswerter Eleganz erklärt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) in einen Statemanet auf Facebook zum 1. Mai, warum alles halb so schlimm ist – und beweist dabei vor allem eines: Wie man wirtschaftliche Probleme sprachlich in Luft auflöst.
Man muss es neidlos anerkennen: Armin Willingmann beherrscht die hohe Kunst der politischen Kommunikation. Wo andere mühsam Zahlen wälzen, liefert er das, was wirklich zählt – Haltung, Pathos und eine nahezu poetische Distanz zur Realität. Schon der Einstieg ist ein rhetorisches Meisterwerk: „Wir erleben momentan eine wirtschaftlich schwierige Zeit…“Wie präzise, wie schonungslos ehrlich – und zugleich so herrlich unkonkret. Eine Formulierung, die alles sagt und nichts erklärt. Genau so muss moderne Politik klingen. Arbeitnehmer als universelle AntwortBesonders beeindruckend ist seine Fähigkeit zur Fokussierung:„…dass es die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind, die den Karren ziehen…“Ein Satz wie aus dem Lehrbuch – emotional aufgeladen, unangreifbar und vor allem wunderbar geeignet, jede strukturelle Analyse elegant zu umschiffen. Warum über Energiepreise, Produktivität oder Standortfaktoren sprechen, wenn man einfach den „Karren“ bemühen kann? Auch seine analytische Schärfe überzeugt: „Die Probleme … haben mit Homeoffice, Teilzeitmöglichkeiten und Work-Life-Balance nichts zu tun.“Diese Klarheit! Diese Entschlossenheit! Komplexität wird hier nicht etwa mühsam durchdrungen – sie wird souverän abgeschafft. Energiepolitik: Vision schlägt WirklichkeitNoch brillanter wird es beim Thema Energie. Willingmann erkennt messerscharf:„Hohe Öl- und Gaspreise sind Gift für die Wirtschaft…“Ein Gedanke von fast schon revolutionärer Tiefe. Dass allerdings auch Strompreise, Netzentgelte und milliardenschwere Systemeingriffe Unternehmen belasten – geschenkt. Man kann schließlich nicht alles gleichzeitig bedenken. Sein Lösungsansatz ist dafür umso eleganter: „…unabhängiger von fossilen Energien werden! Das geht nur mit dem Ausbau von Erneuerbaren…“Hier zeigt sich echte politische Größe: Wenn ein System teuer und instabil ist, baut man es einfach weiter aus. Konsequenz ist schließlich wichtiger als Zweifel. Das Wunderland Sachsen-AnhaltGeradezu visionär wird es, wenn er Sachsen-Anhalt beschreibt:„…ein Vorreiterland…“Ein Begriff, der so schön klingt, dass man fast vergisst, nachzufragen, wohin eigentlich vorgeritten wird – und zu welchem Preis. Dass trotz dieser Vorreiterrolle wirtschaftliche Dynamik überschaubar bleibt? Dass industrielle Kerne unter Druck stehen? Kleinigkeiten. Wirklich relevant ist doch das Narrativ. Zahlen, die begeistern dürfenAuch bei den Arbeitsplätzen zeigt Willingmann seine Stärke im positiven Denken:„Mehr als 20.000 Arbeitsplätze…“Eine Zahl, die einfach stehen darf – frei von störenden Kontexten wie Produktivität, Subventionsabhängigkeit oder parallel gefährdeten Industriejobs. Zahlen sollen schließlich motivieren, nicht verunsichern. Besonders feinfühlig ist dann dieser Satz: „Wir wollen die Arbeitsplätze in der Chemieindustrie erhalten.“„Wollen“ – ein Wort voller Hoffnung. Fast schon rührend in seiner Zuversicht, wenn man bedenkt, wie stark genau diese Branche unter den aktuellen Energiepreisen leidet. Kritik? Bitte nicht störenDen krönenden Abschluss liefert Willingmann mit dieser Feststellung:„Immer wieder nur zu hadern … ist der falsche Weg!“Und tatsächlich: Warum sollte man Entscheidungen hinterfragen, wenn man sie auch einfach verteidigen kann? Reflexion ist schließlich der erste Schritt zur Unsicherheit – und die kann sich Politik nun wirklich nicht leisten. The Willing ManMan muss Armin Willingmann danken. Nicht etwa für wirtschaftliche Lösungen – das wäre zu viel verlangt. Sondern für etwas viel Wertvolleres: Die Erinnerung daran, dass politische Kommunikation auch ohne störenden Realitätsbezug hervorragend funktionieren kann.Während Unternehmen rechnen, investieren oder abwandern, liefert er das passende Begleitprogramm: klare Worte ohne Konsequenzen, große Ziele ohne Kostenrechnung, Optimismus ohne Risikoanalyse. Kurz gesagt: eine Glanzleistung politischer Rhetorik – fast schon zu schön für diese widerspenstige Wirklichkeit. Der Text des Facebook-PostsZum Tag der Arbeit stärkt Prof. Dr. Armin Willingmann den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Sachsen-Anhalt den Rücken. „Wir erleben momentan eine wirtschaftlich schwierige Zeit, da ist es wohlfeil, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu beschimpfen!“, kritisierte der Minister mit Blick auf jüngste Debatten um die Arbeitsbereitschaft der Menschen im Lande. „Die Probleme und Herausforderungen in der Wirtschaft haben mit Homeoffice, Teilzeitmöglichkeiten und Work-Life-Balance nichts zu tun. Wer solche Debatten führt, lenkt von den eigentlichen Themen ab, die jetzt in Angriff genommen werden müssen. Und er vergisst, dass es die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind, die den Karren ziehen und dafür sorgen, dass Wertschöpfung im Lande betrieben wird.“
Verfasser: АИИ | 01.05.2026 |
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