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Heute wird gestunken! - Die Haftbedingungen für Johanna Findeisen werden verschlechtert


Die Haftbedingungen von Johanna im Frankfurter Prinz-Reuß-Verfahren verschärfen sich weiter – mit neuen Einschränkungen, fragwürdigen Maßnahmen und wachsender Kritik an ihrem Umgang in der U-Haft.



UPDATE VON JOHANNA: DIE HAFTBEDINGUNGEN VERSCHLECHTERN SICH WEITER

Liebe Community,

Zuletzt im Dezember 2025 hatte ich hier in meinen Kanälen über die Bedingungen berichtet, unter denen Johanna, meine Mandantin im Frankfurter Prinz-Reuß-Prozess, in U-Haft gefangen gehalten wird. Jetzt schon seit fast drei Jahren.

Die Serie meiner Berichte setze ich heute fort. Ich nehme das Ergebnis vorweg: Die Zustände haben sich nicht gebessert.

Weihnachten 2025: Ein Unterstützer hatte Johanna über ein Frankfurter Blumengeschäft Blumen in die JVA liefern lassen. Eine JVA-Bedienstete zwang Johanna unter der Androhung, ihr andernfalls die Blumen nicht auszuhändigen, dazu, vorab, also noch vor Aushändigung der Blumen, deren Empfang zu quittieren. Kaum hatte Johanna unterschrieben, fing die JVA-Bedienstete an, zu checken, welche Blumen Johanna überhaupt behalten darf. Sie entnahm dem Strauß einige Blumen, und zwar (aus Johannas Sicht) die schönsten, außerdem einen Teil vom Grünzeug. Sie ließ den restlichen Strauß zwei Stunden lang ohne Wasser im Büro liegen. Nach 15 Uhr (nach dem Weihnachtsgottesdienst) bekam Johanna das, was von dem Strauß noch übrig war, ausgehändigt.


18.1.2026: Johanna berichtete mir, dass die Leiterin des F-Hauses, in dem Johanna untergebracht ist, angeordnet hat, dass Johanna am Wochenende nicht mehr außerhalb der Aufschlusszeiten mit ihren Verteidigern telefonieren darf. Das bedeutet: Sie darf nur noch mit ihren Verteidigern telefonieren, wenn für alle Gefangenen auf ihrem Gang die Zellen aufgeschlossen sind. Sie wird nicht mehr eigens für Verteidiger-Telefonate aus ihrer Zelle herausgelassen. Die Folge: Vertrauliche Telefonate mit ihren Verteidigern sind für Johanna am Wochenende nicht mehr möglich. Eine klare Verletzung von § 148 StPO.

Seit Ende Februar 2026 sind auf dem Stockwerk, auf dem Johanna untergebracht ist, die Duschen kaputt. Die Gefangenen müssen sich in Listen eintragen, um in dann zugeteilten Zeitfenstern die Duschen in den anderen Stockwerken nutzen zu können. Am 1.3.2026 gab es keinen Aufschluss der Zellen und damit auch keine Möglichkeit zu duschen. Originalton Johanna: „Heute wird gestunken.ʺ

Und noch etwas ganz Aktuelles: Diese Woche war Johanna beim Anstaltsarzt. Dieser behauptete der Wahrheit zuwider, Johanna habe mehrfach auf Physiotherapie-Termine verzichtet und im Januar 2026 bekundet sie sei Beschwerdefrei. Das soll sich angeblich aus ihrer Akte ergeben (gemeint ist vermutlich die Gefangenenpersonalakte). Johanna bestritt dies im Gespräch mit dem Arzt. Und in der Tat: Ihr letzter Physiotherapietermin datiert vom Sommer 2025. Es ist also völlig irrational, zu glauben, dass die Beschwerden von Johanna sich von selbst erledigt haben könnten. Johanna meinte, sie habe am ganzen Körper, Beschwerden weil sie zu wenig Bewegung bekomme. Darauf erwiderte der Anstaltsarzt nur, es sei ja Johannas Verantwortung, wenn sie sich zu wenig bewege. Völlig ignoriert wurde dabei der Umstand, dass Johanna viel zu selten Sport angeboten wird. Der Anstaltsarzt meinte noch, bevor er Physiotherapie bewillige, wolle er erst einmal Blut abnehmen (was angesichts von Beschwerden im Muskel-Skelett-Bereich überhaupt keinen Sinn ergibt). Johanna meinte dazu, wenn der Arzt schon Blut abnehme, solle er auch den Vitamin-D3-Wert ermitteln lassen. Der Arzt hielt dies für unnötig, weil er noch keinen Patienten in der JVA gesehen habe, der einen guten Wert gehabt habe (ja eben darum ist das wichtig!!!).

Herzliche Grüße
Ihr und Euer
Martin Schwab

P.S. Heute Abend findet wieder die monatliche Mahnwache für Johanna statt:



Verfasser: Martin Schwab  |  13.04.2026

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