Die Regierung straft das Volk, weil das Volk die Regierung nicht liebt!
Endlich handelt sie konsequent, diese Bundesregierung. Endlich zeigt sie Rückgrat. Denn was sich dieses Volk in den letzten Jahren erlaubt hat, kann man nun wirklich nicht länger durchgehen lassen.
Undiszipliniert, undankbar, ja geradezu lieblos – so präsentiert sich der deutsche Souverän in den aktuellen Umfragen. Statt ehrfürchtiger Zustimmung hagelt es schlechte Werte. Statt Vertrauen: Zweifel. Statt Begeisterung: Nörgelei auf hohem Niveau. Besonders bitter: Friedrich Merz, der Mann, der doch eigentlich nur das Beste will, wird behandelt wie ein ungeliebter Vertreter auf einer Kaffeefahrt. Und die SPD? Einst stolze Volkspartei – heute ein Mahnmal dafür, wie wenig Dankbarkeit dieses Volk aufzubringen bereit ist.
Warum also sollte man ein solches Volk belohnen?
Steigende Spritpreise? Natürlich. Keine unmittelbare Entlastung? Selbstverständlich. Eine Pendlerpauschale, die erst irgendwann über die Steuererklärung zurücktröpfelt? Pädagogisch wertvoll! Wer nicht liebt, muss lernen.Schauen wir doch einmal dorthin, wo es funktioniert. Nach Nordkorea. Ein Land, in dem das Verhältnis zwischen Führung und Volk noch intakt ist. Dort weiß man, wie es geht. Dort steht das Volk geschlossen hinter seinem Führer, Kim Jong-un, und zwar nicht halbherzig, nicht ironisch gebrochen, sondern mit jener tiefen, bedingungslosen Hingabe, die hierzulande längst verloren gegangen ist.
Niemand dort käme auf die Idee, Umfragewerte zu veröffentlichen, die den Führer schlecht aussehen lassen. Niemand würde öffentlich darüber klagen, dass Energie teuer ist. Im Gegenteil: Jede Entbehrung wird als Zeichen besonderer Nähe zur Führung verstanden. Eine Ehre, kein Problem.
Und hier?
Hier steht der Bürger an der Zapfsäule, schaut auf den Preis und wagt es tatsächlich, Unmut zu empfinden. Unmut! Gegenüber einer Regierung, die sich Tag für Tag aufopfert, um komplexe Prozesse zu moderieren, Ausschüsse zu besetzen und Pressekonferenzen zu halten.
Es ist also nur folgerichtig, dass die Politik nun reagiert – nicht mit billigen Geschenken, sondern mit der einzig angemessenen Antwort: konsequenter Liebesentzug.
Liebe ist keine Einbahnstraße!
Vielleicht braucht dieses Volk einfach klarere Leitlinien, um seine Zuneigung angemessen auszudrücken. Einige Vorschläge drängen sich auf:Warum nicht tägliche Pflichtapplause um 8 Uhr morgens? Fenster auf, Blick Richtung Hauptstadt, drei Minuten rhythmisches Klatschen für die geleistete Regierungsarbeit.
Oder ein bundesweites Programm „Adoptiere einen Abgeordneten“: Jeder Haushalt übernimmt symbolisch die emotionale Betreuung eines Volksvertreters – inklusive regelmäßiger handgeschriebener Dankesschreiben und kleiner Aufmerksamkeiten.
Auch denkbar: Tankstellen könnten zu Orten der Besinnung umgestaltet werden. Vor jedem Bezahlvorgang ein kurzer Moment der Stille, gefolgt von einem gesprochenen Bekenntnis: „Ich danke für diese Gelegenheit, meinen Beitrag zu leisten.“
Und natürlich die Klassiker: Blumenmädchen, die Ministerkolonnen begleiten. Bürger, die bei jeder Gesetzesverkündung spontan in Tränen ausbrechen. Schulunterricht im Fach „Regierungskunde und Dankbarkeit“.
Ist das absurd? Nein, natürlich nicht! Absurd ist ein Volk, das erwartet, geliebt zu werden, ohne selbst zu lieben?
Die Wahrheit ist unbequem: Der Souverän hat versagt. Er hat vergessen, wie man verehrt, wie man bewundert, wie man sich hingibt. Und nun erlebt er die Konsequenzen.
Die Regierung straft nicht aus Bosheit. Sie straft aus Notwendigkeit.
Denn wahre Liebe – das weiß jedes System, das etwas auf sich hält – muss erarbeitet werden.
