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EU zerstört Traum der „Grünen Fernwärme“ und macht das Heizen unbezahlbarEs gibt wieder fantastische Neuigkeiten zu berichten, die das Heizen unbezahlbar machen und die supertolle „Grüne Fernwärme“ ad absurdum führen.
Die „Grüne Fernwärme“ in Hohenmölsen ist einer der großen Träume, auch des Bürgermeisters Andy Haugk, die Fernwärme von der heimischen Braunkohle auf „grün“ umzustellen. Die angedachten Investitionskosten sind innerhalb weniger Monate von 50 Millionen auf 66 Millionen Euro geklettert. Bei der ersten Vorstellung der „Grünen Fernwärme“ war angedacht, dass die notwendige Energie zu 25% aus Sonne und Wind gewonnen wird. Die verbleibenden 75% der Energie sollten aus Ersatzbrennstoffen auf Kunststoffbasis (Plastik-Abfälle) und/oder Holzpellets erzeugt werden. Der Geschäftsführer der Fernwärme GmbH meinte, dass er hofft, dass die Heizkosten auf dem damaligen Stand verbleiben würden. Man weiß also auf alle Fälle, dass man mit Wind und Sonne den Energiebedarf einer Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern nicht decken kann. Dieses Konzept wurde vor wenigen Monaten ein klitzeklein wenig geändert. Es bleibt bei den 25% Energie aus Wind und Sonne, die verbleibenden 75% sollen nun aber aus Erdgas kommen. Dafür soll eine Erdgasleitung gelegt werden. Neben der Steigerung auf 66 Millionen an Investitionskosten sieht man die Preise für das Heizen außerdem von derzeit ca. 15 Cent pro kWh auf über 20 Cent pro kWh steigen. Ja, das lässt das Herz eines jeden Bürgers höher schlagen. Mehr Geld für das Heizen auszugeben und dadurch weniger Geld in der Tasche zu behalten – wer könnte dazu schon Nein sagen? Gestern wurde mir eine weitere frohe Kunde durch den YouTube-Algorithmus zugespielt. Nämlich dieses tolle Interview, mit einer Botschaft, die einen in den Wahnsinn oder in die Verzweiflung treibt oder dem Herzinfarkt ein Stück näher bringt. Denn in diesem Interview erfährt man, dass die wunderbare EU-Kommission schon 2025 eine supertolle Verordnung auf den Weg gebracht hat, die die Methan-Emissionen weltweit senken soll. Und weil wir derzeit nicht schon genug Probleme mit hohen Spritpreisen haben, die die von vielen geliebten Führer partout nicht senken wollen, ist ein weiterer toller Aspekt, dass diese Verordnung schon am 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Die EU-Verordnung verlangt von Gas-, Öl- und Kohle-Importeuren strenge Nachweise über Messung, Berichterstattung und Reduktion von Methanemissionen (insbesondere bei der Förderung in Drittländern wie USA, Katar, Nigeria oder Algerien). Ziel ist eine drastische Senkung von Methanlecks und des Routine-Abfackelns bzw. Ventings. Die im Interview prognostizierten Folgen wären bis zu 43% weniger Erdgas-Importe in die EU, weil viele Lieferländer die EU-Nachweispflichten nicht kurzfristig erfüllen können oder wollen. Des Weiteren bis zu 87% weniger Rohöl-Importe. Dadurch müssten ca. 40% der EU-Raffinerien schließen. Diesel würde ca. 16% und Benzin ca. 24% teurer werden. Es würde massive Preissteigerungen bei Gas und Öl geben und zu Industrie-Stillständen, fehlender Speicherfüllung und Versorgungsrisiken (besonders im Winter) kommen. Deutschland ist besonders betroffen, da es fast kein eigenes Gas oder Öl mehr fördert und stark importabhängig ist. Wenn das keine tollen Nachrichten sind, oder? Bezieht man mit ein, dass aufgrund des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und Israels gegen den Iran sowieso ca. 20% der weltweit verfügbaren Menge an Öl und Gas fehlen, wird sich jeder mit einem breiten Grinsen denken können, dass die Erdgas-Förderer in der Welt gar keinen Grund haben, in ihre Fördertechnik zu investieren, um die EU-Vorgaben zu erfüllen, weil den Rest der Welt das nicht interessiert. Die Kernkritik des Videos lässt sich so zusammenfassen: Die Maßnahme ist weltfremd und ideologisch motiviert („Klimaschutz über alles“, auch über Wohlstand und Versorgungssicherheit). Der globale Effekt ist minimal (weniger als 0,1 °C Erwärmung in 10 Jahren), da die Erdgas- und Ölförderung nur einen kleinen Teil der Methanemissionen ausmacht. Die Hauptverursacher von Methan sind die Landwirtschaft und Tierhaltung, auf die man wohl kaum verzichten können wird, es sei denn, man sieht Hungersnöten gelassen entgegen. Andere große Emittenten (China, Russland, Indien, USA) ignorieren oder blocken solche und ähnliche Regeln. Europa diktiert den Exportländern Förderstandards, obwohl es selbst kaum noch etwas fördert. Die EU sorgt für massive Bürokratie, Strafen bis zu 20% des Umsatzes der Förderunternehmen, wodurch Lieferboykotte drohen. Für diese EU-Verordnung gab es eine breite Zustimmung der Klimawandel-Panik-Parteien im EU-Parlament (inkl. CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke). Eine öffentliche Debatte gibt es in Deutschland derzeit nicht. Importeure wie Uniper, Shell etc. warnen bereits explizit, dass viele Lieferungen nachweisbar nicht regelkonform sein werden. Hat man dies in das Konzept der „Grünen Fernwärme“ mit einbezogen? Ich glaube nicht. Erwartbar ist also, dass die Preise für das Heizen wohl kaum bei den 20 Cent pro kWh bleiben werden. Außerdem sollen in Deutschland in den nächsten Jahren viele Gaskraftwerke entstehen, die immer dann einspringen sollen, wenn die Sonne gerade nicht scheint (das ist nachts in der Regel der Fall) und der Wind nicht weht. Zur Verknappung der Gas-Importe gesellt sich also ein steigender Verbrauch. Die Preise werden wohl astronomische Höhen erreichen. Die Begeisterung wird nicht nur für die Hohenmölsener grenzenlos sein. All jene, die an eine Fernwärme angeschlossen sind, die aufgrund der Energiewende schon mit Gas heizen oder auf Gas umgestellt werden müssen, dürfen sich in gleicher Weise auf steigende Preise freuen. Wir können wirklich froh über diese Kompetenz der von vielen geliebten Führer in Brüssel und Berlin sein. Immerhin tun sie alles, um uns, den Pöb… ähm… Bürger, also den Souverän, davor zu bewahren, ein sorgenfreies Leben in Wohlstand führen zu können. Die von vielen geliebten Führer wissen eben immer am besten, was wichtig und richtig für den Pöb… ähm… Bürger ist. Wohlstand, oder wenigstens bezahlbare Lebenshaltungskosten, sind es definitiv nicht. Könnten sich die Bundes-, Landes- und Regionalpolitiker diesen und anderen EU-Verordnungen entgegenstellen, weil diese die Verarmung der Bevölkerung verstärken? Selbstverständlich könnten sie das. Tun sie aber nicht, weil sie das einfach nicht interessiert. Das Parteibuch und die Linientreue sind wichtiger als das Wohl der eigenen Wähler. Veranstaltungshinweis: Wer sich das supertolle Konzept der „Grünen Fernwärme“ anschauen will, hat am 23.03.2026 um 16 Uhr im Beratungsraum 1.301 im Landratsamt in Naumburg, Schönburger Straße 41, die Gelegenheit. In der 9. Sitzung des Ausschusses Strukturwandel wird dieses Konzept vorgestellt. Mit auf der Tagesordnung sind außerdem die Leitprojekte des Strukturwandels im Burgenlandkreis („Sachstand der priorisierten Vorhaben“) sowie die Vorstellung der Aufgaben des Bürgerbeirats Strukturwandel Sachsen-Anhalt. Verfasser: Maximus Polemikus | 20.03.2026 |
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