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Montagsdemo in Zeitz: Friedensprotest gegen Kriegspolitik und drohenden Weltkonflikt


Auf dem Altmarkt in Zeitz, dem historischen Platz zwischen dem ehemaligen Gestapo-Folterkeller und dem Rathaus, wo einst ein Sohn Martin Luthers als Bürgermeister amtierte, versammelten sich am Montagabend knapp 30 Menschen zur dritten Friedenskundgebung des Jahres.


Die Teilnehmer protestierten gegen die aktuelle Kriegspolitik und die Zerstörung ihres Vaterlandes, während sie für Frieden als Grundvoraussetzung für eine sichere Zukunft ihrer Familien eintraten. Der Protest fand unter milden Witterungsbedingungen statt – ohne Schnee oder Kälte, im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen.

Die Montagsdemo, die sich als friedliche Kundgebung ohne Marsch präsentierte, zog Teilnehmer aus nah und fern an. Darunter waren Gäste aus dem Vogtland (rund 100 km entfernt) und sogar eine Rekordteilnehmerin aus Oberhausen in Nordrhein-Westfalen, die eine Strecke von 450 km zurückgelegt hatte. Die Organisatoren betonten die Notwendigkeit, die Veranstaltung schrittweise wieder auszubauen, und riefen die Anwesenden auf, Freunde und Nachbarn für zukünftige Demos zu mobilisieren. "Sagt euren Nachbarn, Freunden und allen Bescheid. Dann nächstes Mal bitte hier, wir wollen mal wieder laufen", hieß es in der Begrüßung.
Das Rechts- und Ordnungsamt des Burgenlandkreises unter dem Landrat Götz Ulrich (CDU) schränkt die Demo-Teilnehmer immer wieder durch willkürliche Auflagenbescheide ein. So wird ein Demonstrationsmarsch auf der Straße nur bei einer Mindeststeilnehmerzahl gestattet.

Die Kundgebung begann mit einem gemeinsamen Gesang, der die friedliche Atmosphäre unterstrich: Die "Kleine weiße Friedenstaube" wurde intoniert, ein Lied, das den Wunsch nach Frieden ohne Waffen symbolisiert. "Frieden schaffen ohne Waffen" – diese Losung hallte mehrmals über den Platz und vereinte die Gruppe in ihrem Anliegen.

Im Mittelpunkt stand eine Rede, die die aktuellen internationalen Konflikte beleuchtete und scharfe Kritik an der Politik des Westens übte. Arnd Eiert, der sich intensiv mit globalen Ereignissen auseinandergesetzt hatte, bezog sich auf Quellen aus einem Dutzend internationaler Medien und sein über Jahre angesammeltes Wissen. Er warnte vor einem drohenden Dritten Weltkrieg, ausgelöst durch die jüngsten Ereignisse im Iran. Seit Samstag bringen völkerrechtswidrige Angriffe Israels in Zusammenarbeit mit den USA die Welt an den Rand eines globalen Konflikts. "Die schlimmen Ereignisse im Iran bringen die Welt ganz nah an den Beginn eines 3. Weltkrieges", wurde in der Videobeschreibung der Veranstaltung betont.

Arnd Eiert kritisierte das "Recht des Stärkeren", das zunehmend das Völkerrecht ersetze, insbesondere durch die USA und Israel mit Unterstützung der NATO-Staaten. Beispiele reichten von Sanktionen gegen Venezuela – dem Land mit den größten Erdölvorkommen – bis hin zu Blockaden gegen Kuba, die zu Zusammenbrüchen in der Versorgung mit Öl, Strom, Nahrung und Medikamenten führten. Russland und China würden hier humanitäre Hilfe leisten, etwa durch Öllieferungen und ein schwimmendes Atomkraftwerk für Kuba.

Besonders detailliert ging die Rede auf den Angriff auf den Iran ein: Die Ermordung des iranischen Führers Khamenei (der in den nächsten Tagen 87 Jahre alt geworden wäre) und weiterer Politiker wurde als Erpressung durch Israel dargestellt, um die USA in den Konflikt zu ziehen. Arnd Eiert spekulierte über den möglichen Tod des israelischen Premierministers Netanyahu durch eine iranische Hyperschallrakete, basierend auf Berichten aus internationalen Medien. Der Iran, mit knapp 100 Millionen Einwohnern und 1,5 Millionen topausgebildeten Soldaten, sei mit modernen Waffen – unterstützt von Russland und China – in der Lage, sich zu wehren. Beispiele: Ein US-Flugzeugträger sei beschädigt und auf Heimweg geschickt worden, NATO-Basen um den Iran angegriffen.

Arnd Eiert warf dem Westen vor, die multipolare Weltordnung zu bekämpfen, da die Dominanz des Dollars und der westlichen Banken bröckle. Bankeninhaber wie die Rothschilds wurden als Einflussnehmer genannt. Frankreich, England und Deutschland hätten sich bereit erklärt, Israel und die USA militärisch zu unterstützen, worauf Russland und China eine Gegenunterstützung für den Iran ankündigten. "Wie weit sind wir nun noch von einem dritten Weltkrieg entfernt?", fragte er rhetorisch.

Zum Abschluss wurde zur Abwahl der "da oben" aufgerufen und zur Bildung einer Gemeinschaft, die Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit priorisiert. "Nur in Frieden haben wir alle eine sichere Zukunft, aber der Frieden muss verteidigt werden – aber nicht auf dem Sofa!", lautete der Appell aus der Videobeschreibung. Die Kundgebung endete mit Dank an die Teilnehmer und kleinen Glücksbringern, die verteilt wurden.

Diese Montagsdemo in Zeitz unterstreicht eine Basisbewegung in Deutschland, die sich gegen globale Konflikte stemmt und für die Einhaltung des Völkerrechts eintritt. Die Organisatoren hoffen auf steigende Teilnehmerzahlen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen.

Verfasser: АИИ  |  04.03.2026

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