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AfD: Deutschland hat keine ewigen Feinde und Gegner! Frieden und freier Handel in der Welt!


Beim AfD-Bürgerdialog am 13.02.2026 in Hohenmölsen sorgt eine zitierte Aussage des Außenministers für hitzige Reaktionen. Ein Bürger erhebt schwere Vorwürfe – und Bundestagsabgeordneter Martin Reichardt kontert mit einer fundamentalen Kritik an der deutschen Außenpolitik. Es geht um Krieg, Kinder, Feindbilder – und die Frage: Wem dient diese Politik wirklich?


Fragesteller: Hallo Martin, meine Frage geht jetzt besonders an dich dort oben. Du hattest vorhin noch mal gesagt über den Herrn Wadephul, den deutschen Außenminister. Der hat auch diese Worte gebraucht – ich gehe noch mal kurz darauf ein – er hat auch diese Worte gebraucht: „Russland war und bleibt unser Feind.“ Wer sowas sagt, wer sowas sagt, der gehört einfach nur … Das ist nicht mein Außenminister, um Gottes willen. Wenn er Außenminister wäre, darf er sowas nicht sagen. Und wenn ich ihn als Außenminister anerkenne, gehöre ich nicht in diesen Saal und nicht in diese Partei. Das sage ich ganz offen und ehrlich.

Und er hat noch eins gesagt. Er hat auch darüber gesprochen, über 698 getötete Kinder im Ukrainekrieg. Donnerwetter, die kommen ja immer mit den Kindern. Das ist ja sehr wirkungsvoll. Aber er hat nicht darüber gesprochen, dass in Donezk mittlerweile über 287 getötete Kinder stehen. Und über diese Kinder wird nicht gesprochen. Warum nicht? Weil diese Kinder durch dieses asowsche faschistische Regiment getötet worden sind, als Russland noch gar nicht in der Ukraine war. Das sollte man auch explizit über diesen Wadephul sagen.

Und ich sage dir eins: Ich bin stolz darauf, mit russischen Kameraden zusammengelernt zu haben. Denn ich war 13 Jahre alt. Da existierte in Hohenmölsen ein Pionierblasorchester. Und da haben wir die russische Nationalhymne gespielt. Da haben sie uns auf ihre Schultern genommen. Da bin ich heute noch stolz drauf. Und ich habe Musik gemacht bei den Russenkasernen und überall. Wir haben getanzt, gesungen und alles drum und dran.

Und ich sage ja immer wieder: Bringt die Wahrheit auch von der anderen Seite. Nicht bloß immer, was Russland für Verbrecher sind. Bringt auch mal diese Wahrheit. Und da braucht man nur einzugeben, das geht hier im ganzen Saal: Gebt nur mal ein im Internet die Verbrechen der Ukraine von 41 bis 45 und jetzt. Ich habe heute vielleicht zwei Stunden gelesen. Und das will ich nur sagen.

Martin Reichardt (AfD, Mitglied des Bundestages): Ja, also ganz grundsätzlich sind wir ja die Partei, die sich für Frieden und Ausgleich einsetzt. Und darum haben wir es auch nicht nötig, mit dem Leid von ermordeten Kindern Politik zu machen. Denn wer Politik, wer Kriegspolitik macht, der muss Feindbilder schaffen. Und der muss die einen Opfer nach außen tragen und die anderen Opfer verschweigen. Das war im Krieg schon immer so.

Und wir aber haben das nicht nötig. Wir sehen die Welt so, wie sie ist. Wir wollen uns ja in diesen Krieg nicht einmischen. Wir sehen, dass der Krieg schrecklich ist, dass er Hunderttausende von Opfern kostet. Und darum muss dieser Krieg so schnell als möglich beendet werden. Das ist das Ziel. Und ich glaube, da sind wir heute unter Trump dieser Entwicklung näher, als wir es unter Biden zum Beispiel gewesen sind.

Das ist der eine Teil. Und ich will jetzt gar nicht auf einzelne Opferzahlen eingehen. Ich möchte aber Folgendes sagen: Dieser Satz, der da zitiert worden ist – „Russland war und bleibt unser Feind!“ – das ist eine Rhetorik, die aus Zeiten stammt, die wir eigentlich, wenn wir uns die Altparteienpolitiker anhören, längst überwunden haben.

Denn wenn ich sage, jemand war, ist und bleibt unser Feind, das ist eine Rhetorik, die mit der Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich vergleichbar ist. Und solch eine Rhetorik verbreiten Menschen, die letzten Endes auf Krieg zusteuern oder zumindest geistig mobil machen wollen.

Und wir als AfD, wir wollen nicht geistig mobil machen. Wir wollen ein souveränes Deutschland. Wir wollen starke deutsche Streitkräfte zum Schutze unserer Heimat, damit hier Deutschland und deutsche Interessen gewahrt werden können. Das ist der Auftrag unserer Streitkräfte. Das müsste auch der Auftrag unserer Außenpolitik sein.

Wir müssen Politik machen dafür, dass wir mit Handel und Wandel in der Welt, mit Russland, mit den USA, mit allen Ländern, mit denen wir auch in der Vergangenheit Handel und Wandel getrieben haben, gute friedliche Beziehungen haben. Wer sich aber in außenpolitische Abenteuer und in die Kriege anderer Länder hineinziehen lässt, der handelt nicht im Interesse Deutschlands. Der handelt im Interesse irgendwelcher Interessengruppen oder vielleicht handelt er auch aus eigener Dummheit. Das kann auch sein. Es ist auch ganz egal. Er handelt auf jeden Fall nicht im Interesse Deutschlands, und das müssen wir den Menschen sagen.

Und ich möchte schließen damit: Deutschland hat keine ewigen Feinde und Gegner. Deutschland hat, wie jedes andere Land, Interessen. Und wer sich Deutschland anguckt als Industriestaat und Exportnation in der Mitte Europas, dann sind deutsche Interessen erstens Frieden mit allen seinen Nachbarn, freier Welthandel und Handel und Wandel in der Welt. Und daran sollten wir uns beteiligen.

Und für diese Politik – und da gebe ich dir jetzt recht, und damit möchte ich schließen – dafür ist ein außenpolitischer Dilettant wie Herr Wadephul vollkommen ungeeignet.

Die vollständige Videoaufzeichnung des Bürgerdialogs:

Verfasser: АИИ  |  03.03.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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