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Ein Eid, der bleibt: Warum ich meine Jungs nicht in die Ukraine schicken würde!


Die Wende hat nicht nur eine Armee beerdigt, sondern auch Karrieren, Träume und Biografien – meine eingeschlossen. Aus dem NVA-Offizier wurde ein Jurist, der heute auf eine Armee blickt, die ihre Generäle schweigen lässt.



Ich wurde zwei Jahre nach der Wende in die Reste des NVA-Aufklärungsbataillions AB11 der 11. Mot.-Schützendivision in Bad Frankenhausen in Thüringen eingezogen.

Wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte, wäre ich heute vielleicht Generalmajor der NVA in Eggesin in Vorpommern: 3.000 Soldaten unter Feuer, 300 gepanzerte Kettenfahrzeuge, Lada Niva, Jagdrevier in der Schorfheide, Datsche auf Usedom, Studium in Moskau, geschiedene Ehefrau und ein riesengroßes Alkoholproblem…

Es kam anders und eine der schlagkräftigsten europäischen Angriffsarmeen, die letzte preußische Armee, wurde abgewickelt.

Ich absolvierte die ROA-Laufbahn beim ehemaligen Feind, der Bundeswehr. Da ich wusste, dass ich als Ostdeutscher in der Bundeswehr keine Chance auf eine Generalsplanstelle hatte, wurde ich kein Berufssoldat, sondern studierte Jura in Greifswald, St. Petersburg und Berlin. Das war seinerzeit die richtige Entscheidung.

Von ca. 1.000 Generälen seit 1990 haben es in 35 Jahren lediglich zwei Ostdeutsche in den Generalsrang geschafft.

Und auch davon ist einer nicht bei der kämpfenden Truppe, sondern „nur“ Generalarzt. Und das lag nicht daran, dass Ostdeutsche zu dämlich für einen Generalstabslehrgang waren… Zu unseren ehemaligen russischen Verbündeten hatten wir eine ambivalente Beziehung. Die Russen haben mir nie etwas getan. Im Gegenteil, in Neustrelitz wurden wir von den russischen Soldaten eingeladen und betrieben mit diesen einen regen Tauschhandel.

Ich habe gelernt, dass man mit Russen besser in Frieden lebt. Deren Mentalität, ihre unzivilisierte Wildheit und bäuerliche Brutaliät würden jedem Feind die Hölle heiß machen.

Vielleicht liegt es an dem Fehlen ostdeutscher Biografien in den höheren Rängen der Bundeswehr, aber ich habe bis jetzt keine einzige Stimme aus dem Bundesverteidigungsministerium oder Generalstäben gehört, sich aus dem derzeitigen Konflikt in der Ukraine militärisch herauszuhalten.

Ich weiß nicht, wen der Bundeskanzler genau in die Ukraine verlegen möchte. Als deutscher Offizier kann ich nur raten, einer solchen Abkommandierung nicht zu folgen.

Ich weiß ebensowenig, wann deutsche Generäle so feige geworden sind und zu der gegenwärtigen Zündelei des Kanzlers schweigen. Ich habe jedenfalls meinen Eid auch darauf geleistet, meine Jungs wieder heil nach Hause zu bringen bzw. gar nicht erst zu verheizen.

Im Zweiten Weltkrieg habe ich einen Teil meiner Familie verloren. Die haben als Offiziere gegen die Russen gedient.

Ich finde, das reicht. Ich nicht, meine Kinder nicht und Ostdeutsche auch nicht…

Дружба! Dr. Hagen Schaefer


Verfasser: Dr. Hagen Schaefer  |  23.08.2025  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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