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10.000 Euro für Blabla - Ausbildungsabbrecher Max Schneller aus Bad Dürrenberg steigt weiter die politische Karriereleiter hinauf


Während andere junge Menschen in Sachsen-Anhalt noch ordentlich eine Lehre zu Ende bringen, kassiert ein 17-jähriger Ausbildungsabbrecher aus Bad Dürrenberg 10.000 Euro und eine gläserne Trophäe – für eine Gegenrede auf einer Montagsdemo.



Die heilige Gegenrede und der heilige Schein

Es war Sonntag, der 27. September 2026. Auf dem Gewerkschaftstag der IG BAU in Kassel wird der 17-jährige Max Schneller aus Bad Dürrenberg mit dem Georg-Leber-Preis für Zivilcourage geehrt. Dotiert mit 10.000 Euro. Die Pressemitteilung der IG BAU verkündet stolz:
„Der 17-jährige Max Schneller aus Bad Dürrenberg in Sachsen-Anhalt hat am heutigen Sonntag, 27. September, auf dem Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Kassel den Georg-Leber-Preis für Zivilcourage bekommen. Im April 2025 hielt er auf einer Querdenker Demo in seinem Heimatort eine mutige Gegenrede, welche ohne sein Wissen aufgezeichnet wurde und dann auf dem Telegram-Kanal der Querdenker Gruppe hochgeladen wurde. Anschließend wurde er mit Hass überzogen und es wurde ihm Gewalt angedroht. Er engagiert sich dennoch gegen Faschismus, Rassismus und Rechtsextremismus.“
Oh, welch heldenhafte Tat! Ein damals 15- oder 16-Jähriger (je nach Zählweise) ergreift das offene Mikrofon, lässt einen Schwall wohlfeiler Phrasen über Demokratie, Vielfalt und gegen „rechts“ vom Stapel – und zack: viraler Ruhm, Morddrohungen (die man natürlich anzeigt), polizeilicher Schutz, abgebrochene Ausbildung wegen psychischer Belastung… und nun die nächste Trophäe. Die Karriereleiter knarzt zufrieden unter seinen Füßen.

Zivilcourage 2026: Gegen die, die Recht hatten

Man kann es im Jahr 2026 immer noch schaffen, mit Orden und Bargeld überhäuft zu werden, wenn man sich im Sinne der von vielen geliebten Führer tapfer gegen die „Querdenker“ gestellt hat. Ja, okay – diese Querdenker hatten in vielen Dingen Recht. Das wurde mittlerweile durch freigeklagte Akten, nachträgliche Eingeständnisse und die berühmten „Wir wussten es damals noch nicht so genau“-Momente der Verantwortlichen bekannt. Aber wer will sich schon mit solchen unerfreulichen Details auseinandersetzen? Viel bequemer ist es, weiter die alte Erzählung zu bedienen: Hier der mutige junge Demokrat, dort die dunklen Kräfte, gegen die man „Haltung zeigen“ muss – „auch bei Gegenwind“, wie Staatsministerin Natalie Pawlik in ihrer Laudatio so trefflich formulierte.

IG-BAU-Chef Robert Feiger steigerte sich gar in die Begeisterung: Der Preis sei fast extra für Max Schneller geschaffen worden. Er übererfülle alle Kriterien. Was wir brauchen, seien ganz viele Max Schnellers. Besonders in Sachsen-Anhalt. Natürlich. Denn nichts beweist den Sieg der Vernunft besser als die monatelange mediale und institutionelle Umarmung eines Jugendlichen, der sich an den Montagsdemonstranten gestört hat.

Die Kriterien, die es demnach zu erfüllen gilt, sind offensichtlich sehr niedrig angesetzt.


Die wahren Helden von Bad Dürrenberg – oder: Eine gute Tat zu viel

Doch halt! Wer hat diesem Aufstieg eigentlich den Boden bereitet? Wer hat dem jungen Mann die Bühne geboten, auf der er seine Platitüden absondern konnte? Es waren Sabine Saupe und die Montagsdemonstranten in Bad Dürrenberg – jene Menschen, die für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung unentwegt auf die Straße gehen.

Ohne sie, ohne das offene Mikrofon, ohne die geradezu beeindruckende Toleranz (Linke hätten einen „Rechten“ wahrscheilich schon nach wenigen Sätzen davongejagt), mit der die Demonstranten Max Schneller bis zum bitteren Ende zuhörten, während er seine hohlen Gemeinplätze gegen sie richtete, wäre Max Schneller heute lediglich einer von vielen Ausbildungsabbrechern. Nichts. Niemand. Ein weiterer junger Mann aus dem Saalekreis, der seine Lehre nicht zu Ende gebracht hat und sich damit befassen muss, Bürgergeldanträge auszufüllen.


Max Schneller hat sich immer wieder an Sabine Saupe und den Montagsdemonstranten abgearbeitet. Sie waren und sind der Feind, an dem er sich profilieren konnte. Und nun, da die Preise und die 10.000 Euro sprudeln, wurde Frau Saupe in Bad Dürrenberg gefragt, ob sie stolz auf „ihren“ Max sei. Schließlich habe sie und die Demonstranten diesen Aufstieg erst ermöglicht.

Sabine Saupe bleibt bescheiden. Sie möchte nicht mit Lob überschüttet werden. Aus ihrer Sicht war das eine gute Tat zu viel. Womöglich bekommt Max Schneller demnächst sogar den Friedländer-Preis – er selbst bemüht ja stets und ständig den Namen Margot Friedländer in seinen Reden – und wird irgendwann Bundeskanzler.

Und ja, vollkommen zurecht wäre Bundeskanzler… ähm… Oder?

Der schwülstige Aufstieg des Blabla-Helden

So steigt er also weiter hinauf. Vom offenen Mikrofon in der Keinstadt Bad Dürrenberg über virale Videos, Instagram-Follower, diverse Preise (GermanDream Award und nun Georg Leber) bis zur gläsernen Auszeichnung mit Konterfei und individueller Gravur. Die politische Karriereleiter ist glatt poliert, die Stufen mit Applaus und Preisgeldern belegt. Ausbildung? Abgebrochen. Inhalt? Sekundär. Haltung? Unbezahlbar – oder eben doch: 10.000 Euro wert.

Man muss dem jungen Mann fast dankbar sein. Er zeigt unerbittlich, wie das System im Jahr 2026 funktioniert: Wer sich zur rechten Zeit gegen die Falschen stellt – auch wenn diese Falschen in vielem Recht hatten –, dem werden die Türen geöffnet, die Preise überreicht und die Zukunft versprochen. Mit dem schmücken sich die Eliten gern.

Die Montagsdemonstranten haben ihm die Bühne gegeben. Er hat sie genutzt. Und nun klingelt die Kasse.

Herzlichen Glückwunsch an Max Schneller. Die 10.000 Euro für sein Blabla, was er sich oft von der Künstlichen Intelligenz ausformulieren lässt, sind verdient. Die Karriereleiter wartet. Und irgendwo in Bad Dürrenberg schüttelt Sabine Saupe den Kopf und murmelt: Eine gute Tat zu viel.

Festumzug für Max Schneller

Moment! Stopp! Halten wir inne. Lasst uns einen wichtigen Vorschlag aufnehmen und in die Tat umsetzen: Lasst uns einen Festumzug organisieren – zu Ehren von Max, dem Ausbildungsabbrecher, Schneller und seiner Zivilcourage! Eine Demo gegen diese Querdenker gab es ja schon einmal, bei der sich Max und seine Freunde abschotteten, weil Dialog, Toleranz, Vielfalt … nun ja … doch nicht so ganz ihr Ding sind. Aber einen Festumzug - den gab es noch nicht!


Verfasser: АИИ  |  29.09.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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