Wahlpanne in Hohenmölsen bei der Landtagswahl 2026 - Wenn's mal etwas länger dauert
Manchmal fragt man sich, wieso „Zufälle“ genauso passieren.
Auch ich machte mich am 6. September 2026 auf ins Wahllokal in Hohenmölsen, um meine zwei Kreuze für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu machen. Eigentlich keine große Aktion: Ausweis zeigen, Stimmzettel geben lassen, Kreuze machen, Stimmzettel in der Urne versenken, auf Wiedersehen sagen.
Doch ausgerechnet bei mir lief das anders. Ich hatte meine Wahlbenachrichtigung nicht mit, sondern nur meinen Ausweis. Die Dame suchte in ihrer Liste nach meinem Namen und siehe da: Bei mir war bereits ein Haken gesetzt gewesen, dass ich schon gewählt hätte. Ich sagte, das könne gar nicht sein.
Der Mann ohne Haare im Wahllokalteam begann schon, sich ein wenig aufzubauen, und versuchte, mir verständlich zu machen, dass ich bereits mit der Wahlbenachrichtigung gewählt hätte. Ich erklärte, dass ich auch unter Eid aussagen würde, dass ich zuvor nicht im Wahllokal war. Wer auch immer den Haken in der Liste gemacht hatte – ich war noch nicht wählen.
Es wurde ein klein wenig hektisch. Es wurden zwei Telefonate geführt und die Wahlbenachrichtigungen, die bisher von den anderen Wählern abgegeben worden waren, wurden von 3 Leuten durchgegangen. Das dauerte seine Zeit. Und welch Wunder: Man fand keine Wahlbenachrichtigung mit meiner Anschrift. Trotzdem sollte noch auf ein drittes Telefonat gewartet werden, bis ich meinen Wahlschein bekommen und meine Kreuze machen konnte.
Es hieß, dass sich der- oder diejenige, die die Liste abgehakt hatte, wohl in der Zeile vertan hatte. Es wurde geraunt, dass ein solcher Fehler nicht passieren dürfe.
Mir stellt sich da eine Frage: Wenn es so leicht ist (oder passieren kann), darzustellen, dass jemand, der gar nicht im Wahllokal war, angeblich gewählt hat ...?
