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Der Trickser! Sven Schulze (CDU-Ministerpräsident) und seine Desinformationen über die Lehrerzahlen: Brutto schönrechnen, Netto verschweigen


Sven Schulze, CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, postet am 17. August 2026 auf Facebook stolz: „Allein in diesem Jahr haben wir bereits 1.230 neue Lehrer eingestellt.“



Klingt nach entschlossener Regierung, nach Aufbruch, nach „Problem erkannt und gelöst“. Die Botschaft soll sitzen: Die CDU liefert, die Schulen werden besser, die Zukunft ist gesichert.

Tatsächlich ist das reine Desinformation und Trickserei

Nach den Zahlen des Bildungsministeriums wurden bis Mitte August 2026 rund 1.223 Lehrkräfte neu eingestellt. Gleichzeitig verließen 1.059 den Schuldienst. Wie viele Lehrkräfte bis Jahresende noch ausscheiden, ist nicht bekannt. Netto bleiben bisher also etwa 164 zusätzliche Lehrkräfte. Nicht 1.230. Sondern 164. Bei ca. 1.100 Schulen und ca. 259.000 Schülern.

Schulze nennt nur die Eingänge und lässt die Abgänge systematisch unter den Tisch fallen. Das ist keine transparente Information, das ist absichtliches Weglassen, um eine Erfolgsstory zu basteln, die so nicht existiert.

Mathematische Sachaufgaben waren offenbar weder die Stärke des Ministerpräsidenten noch die seines Teams. Denn wer Brutto und Netto nicht auseinanderhalten kann oder will und den Bürgern nur die schöne Seite der Rechnung präsentiert, hat entweder ein Problem mit einfacher Subtraktion – oder ein sehr genaues Gespür dafür, welche Zahl im Wahlkampf besser ankommt. 1.230 klingt nach Durchbruch. 164 klingt nach mühsamem Stottern. Also wird die 1.230 in die Welt posaunt und der Rest verschwiegen. Das ist keine Bildungsbilanz, das ist Wahlkampf-Rechenkunst der billigsten Sorte.

Der Lehrermangel bleibt – trotz Trickserei

Sachsen-Anhalt leidet weiter unter einem strukturellen Lehrkräftemangel. Die Unterrichtsversorgung liegt bei rund 93–94 Prozent, weit entfernt vom selbst gesetzten Ziel von 103 Prozent. Stunden fallen aus, Seiteneinsteiger stemmen einen wachsenden Teil der Last, ältere Lehrkräfte sollen freiwillig länger oder mehr arbeiten. Der aktuelle Netto-Zuwachs von etwa 164 Lehrkräften ist erfreulich, weil er erstmals seit längerem wieder positiv ist. Er beendet den Mangel aber keineswegs. Wer so tut, als sei mit der Bruttozahl von 1.230 das Problem weitgehend gelöst, betreibt bewusste Irreführung.

Schülerzahlen: Entspannung ja – aber nicht rechtzeitig für den Wahlkampf

Die demografische Entwicklung wird langfristig helfen. Aktuell besuchen rund 259.000 Kinder und Jugendliche die Schulen in Sachsen-Anhalt. In den kommenden Jahren und besonders ab etwa 2030 wird ein Rückgang erwartet. Weniger Schüler bedeuten langfristig weniger Bedarf. Das Ministerium selbst rechnet mit einer spürbaren Entspannung des Mangels bis etwa 2030. Für die Kinder, die jetzt zur Schule gehen, und für die Lehrkräfte, die heute unter der Belastung ächzen, kommt diese Entspannung zu spät. Der aktuelle Mangel ist real – und der Netto-Zuwachs von 164 reicht bei weitem nicht aus, um ihn zu beheben.

Wahlkampf und Desinformationen statt Wahrheit

Schulzes Post ist keine Panne. Es ist kalkulierte Trickserei. Die CDU will vor der Landtagswahl als bildungspolitische Kraft dastehen, die liefert. Also wird die Bruttozahl in den Vordergrund gestellt, die Abgänge ausgeblendet und der Eindruck erweckt, man habe die Lage im Griff. Wer Brutto und Netto so freihändig durcheinanderwirft, sollte vielleicht erst einmal an den eigenen mathematischen Grundlagen arbeiten, bevor er den Bürgern erzählt, wie gut es um die Schulen bestellt sei.

Gute Bildungspolitik braucht ehrliche Zahlen – Brutto und Netto, Einstellungen und Abgänge, aktuelle Versorgung und realistische Prognosen. Wer nur die schöne Seite der Statistik zeigt und den Rest unterschlägt, behandelt die Wählerinnen und Wähler wie Schüler, denen man die schwierigen Aufgaben aus dem Test streicht. Die Bürger verdienen bessere Information als diese plumpe Trickserei.

Der Facebook-Post:
Für 260.000 Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt geht die Schule wieder los.
Für gute Noten müssen sie selbst sorgen. Unsere Aufgabe ist es, ihnen die besten Chancen für ihre Zukunft zu geben: mit guten Lehrern, mehr Praxis im Unterricht und klaren Perspektiven für die Zeit nach der Schule.
Allein in diesem Jahr haben wir bereits 1.230 neue Lehrer eingestellt. Und wir werden weiter daran arbeiten, mehr Menschen für unsere Schulen zu gewinnen.
Denn unsere Kinder sind die Zukunft unseres Landes. Und wenn wir wollen, dass sie ihre Zukunft hier in Sachsen-Anhalt sehen, dann müssen wir heute in gute Bildung investieren.
#cdu #cdulsa #svenschulze #sachsenanhalt #bildung


Verfasser: АИИ  |  17.08.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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