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Offenbarungseid! Sven Schulze, der strahlende Retter des Ostens: Ein Meisterwerk der hohlen Phrasen und unfreiwilligen Geständnisse


Ach, wie ergreifend! Sven Schulze, CDU-Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, ehemaliger EU-Parlamentarier (wo er das Handwerk des großen Redens bei kleinem Ergebnis perfektioniert hat), Ex-Wirtschaftsminister und nun selbsternannter Ober-Sprecher des gesamten Ostens, hat am 11.06.2026 auf Facebook wieder einmal zugeschlagen.



Mit der Demut eines Siegers verkündet er: „Wenn der Osten gemeinsam spricht, wird er in Berlin besser gehört.“

Übersetzt aus dem Politiker-Deutsch: Normalerweise werden die ostdeutschen Länder in Berlin offenbar gar nicht oder nur mit halbem Ohr gehört. Sonst müsste man ja nicht extra betonen, dass man „gemeinsam“ sprechen muss, damit es endlich mal was bringt. Welch unfreiwilliges Armutszeugnis aus dem Munde eines Regierungspolitikers! Nach über 35 Jahren „Einheit“ gesteht der Ministerpräsident quasi ein: Einzeln sind wir Ostländer in der Berliner Machtzentrale nur lästige Bittsteller. Erst wenn wir im Chor sprechen, nimmt man uns vielleicht halbwegs ernst. Bravo, Herr Schulze – so viel Ehrlichkeit hätte man Ihnen gar nicht zugetraut!

Bei der Sonder-Ministerpräsidentenkonferenz Ost auf der ILA Berlin ging es selbstverständlich um „zentrale Zukunftsthemen“: Verkehr, Infrastruktur sowie Luft- und Raumfahrt. Themen, bei denen Sachsen-Anhalt traditionell durch Abwesenheit von nennenswertem Fortschritt glänzt. Aber keine Sorge, für Schulze war „wichtig“: Für sein Bundesland muss „konkret etwas entstehen“ – mehr Investitionen, schnellere Entscheidungen, gute Arbeitsplätze und bessere Chancen für die Regionen.

Wie visionär! Wie revolutionär! Ein Ost-Ministerpräsident fordert mehr Geld aus Berlin, weniger Bürokratie und Jobs. Das hat vor ihm wirklich noch niemand versucht. Welch ein dynamischer Neuanfang nach all den Jahren, in denen der Osten vor allem als Subventionsempfänger und Wählerreservoir der Republik diente.

Welch ein Glück für Sachsen-Anhalt, einen so tatkräftigen, weitsichtigen und selbstlosen Führer zu haben! Einen, der nach Brüssel, durch die Landesministerien und nun in die Staatskanzlei gereist ist, um endlich die Dinge zu bewegen. Wie edel, dass er betont: „Ein starker Osten stärkt ganz Deutschland.“ Nicht etwa, weil sein Land seit Ewigkeiten Nettoempfänger ist und jede Milliarde aus dem Westen dankbar einsammelt – nein, rein aus purer Vaterlandsliebe! Der Osten als heimlicher Retter der Nation. Chapeau! Ein wahrer Patriot.

In Wahrheit ist dieser Facebook-Post ein klassisches Dokument des jahrzehntelangen Versagens der Berliner Republik gegenüber dem Osten – und der hilflosen Rhetorik derer, die das System mittragen. Man trifft sich auf schicken Messen, hält feierliche Sonderkonferenzen, redet pathetisch von „Zukunftsthemen“ und gibt hinterher zu, dass man ohne kollektives Betteln in Berlin gar nicht richtig wahrgenommen wird. Schnellere Entscheidungen? Mehr Investitionen? Gute Jobs? Das sind dieselben Worthülsen, die seit der Wende jedes Jahr wiederholt werden. Und immer mit dem gleichen Ergebnis: viel Gerede, wenig Beton, weiter Abwanderung.

Schulze, der erfahrene EU-Routinier, kennt das Spiel perfekt: Große Worte, Fördertöpfe anzapfen, strukturelle Probleme (marode Infrastruktur, Fachkräftemangel, demografischer Kollaps) aber schön weiter ignorieren. Jetzt als Ministerpräsident wiederholt er das Mantra nur eine Ebene höher – und verpackt das Eingeständnis ostdeutscher Ohnmacht in ein vermeintlich starkes „Wir sprechen gemeinsam“.

Der Post ist kein Aufbruchssignal, sondern das traurige Eingeständnis, dass der Osten auch 2026 noch nicht richtig angekommen ist in dieser Republik. Man muss erst „gemeinsam sprechen“, damit Berlin gnädigerweise mal hinhört. Weiter so mit den Sonderkonferenzen, den pathetischen Facebook-Posts und dem ewigen Fordern im Kollektiv. Der Osten braucht mehr davon. Ganz Deutschland wird es danken.

Oder auch nicht. Hauptsache, die nächste ILA kommt bald und liefert neuen Stoff für noch mehr hohle Worte.


Verfasser: АИИ  |  12.06.2026  |  Text- und Bildinhalte können zum Teil mit oder durch KI generiert sein.
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